GWA gerät erneut in negative Schlagzeilen

Donnerstag, 25. Februar 1999

Nachdem Ende 1998 die Hamburger Kreativagentur Springer & Jacoby aus dem GWA, Frankfurt, ausgetreten ist, wurde erstmals deutliche Kritikan der Arbeit des Verbandes laut. Jetzt plant offensichtlich auch Vorstandsmitglied und TBWA-Chef Helmut Sendlmeier den Austritt. Gegenüber dem „Manager Magazin" begründete Sendlmeier diese Überlegung damit, daß die Vorteile einer Mitgliedschaft für internationale Networks nicht evident seien. GWA-Geschäftsführer Henning von Vieregge will indes auf HORIZONT-Anfrage von einer Krise des GWA nichts wissen: „Ich habe von Herrn Sendlmeier keinerlei Austrittsbekundungen vorliegen und er hat auch die Teilnahme an der Vorstandssitzung am 4. März nicht abgesagt." GWA-Präsident Lothar S. Leonhard teilt in einer aktuellen Stellungnahme mit: „Der GWA stellt fest, daß es sich hier in der Tat um eine Premiere in der Verhaltensweise einer Agentur handelt. Nicht nur, daß sich Helmut Sendlmeier erst im November 98 zu einer zweiten Amtsperiode in den GWA-Vorstand wählen ließ, neu ist auch der Stil, nicht zunächst den Verband zu informieren, sondern die Öffentlichkeit. Bestürzend ist, daß es offenbar angesagt ist, den Verband zum Spielball persönlicher Profilierung zu machen. Es ist nicht die Bestimmung des GWA; in einem Beauty Contest Agenturen als Mitglieder zu gewinnen." Der GWA-Vorstand wird sich nun im Rahmen seiner Sitzung am 4. März mit der neuen Situation befassen.
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