GWA-Vorstand will sich öffnen

Freitag, 11. Juni 1999

"Wir wollen eine aktive Öffnung für jeden, der das Ziel der kommunikativen Markenführung und integrierten Kommunikation verfolgt. Ein Sammelbecken für alle möglichen Spezialisten wollen wir natürlich aber nicht werden", faßt GWA-Präsident Lothar S. Leonhard das wichtigste Ergebnis der Klausurtagung des Vorstandes am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche zusammen. Im einzelnen heißt das: der Verband fühlt sich dem Leistungsversprechen der kommunikativen Markenführung durch integrierte Marketing-Kommunikation verpflichtet und dies soll auch künftig Ausdruck in der Firmierung als Gesamtverband Werbeagenturen finden. Als Argument wurde angeführt, daß der GWA schließlich schon seit langem durch seine Mitglieder alle kommunikativen Disziplinen vereine. Trotzdem hat man beschlossen, auch anderen die Mitgliedschaft zu ermöglichen und will die Aufnahmebestimmungen noch einmal daraufhin überprüfen, ob sie dem damit formulierten Leistungsversprechen des Agenturverbandes angepaßt werden müssen. Außerdem will man die Kontakte zu den Nachbarverbänden intensivieren, mit dem Ziel, gemeinsame Interessen wo immer möglich gemeinsam zu vertreten. Es wäre "nicht auszuschließen", daß sich langfristig einmal ein Gremium der Verbandspitzen bilden könnte. Leonhard: "So etwas wie auch anderes könnte das Ergebnis der Gespräche sein. Aber wir müssen erst einmal rausfinden, wieviele gemeinsame Themenlagen es überhaupt gibt." Die Diskussion über Modelle eines möglichen Kombiverbandes, die unter anderem Grey-Chef Bernd M. Michael aufgebracht hatte, sei allerdings für's erste vom Tisch, betonte Leonhard. Der GWA verstehe sich ausdrücklich nicht als Dachverband für andere bestehende Verbände im Markt und verwieß auf die Mehrfachmitgliedschaften. Auf der Mitgliederversammlung am 22. Oktober in Berlin will der GWA-Vorstand eine konkrete Empfehlung zum Auftrag und zur Mitgliederstruktur zur Abstimmung vorlegen.
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