GWA-Umfrage: Agenturen fehlt klare Positionierung

Donnerstag, 23. September 2010
GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker
GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker

Während die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) gerade eine Imagekampagne gestartet hat, versucht der Mutterverband für seinen Suchagenten zu trommeln. Anlass ist eine Umfrage des GWA, derzufolge der Agenturauswahlprozess in Deutschland stark von persönlichen Kontakten abhängt. Für die Erhebung wurden 109 Marketingverantwortliche in deutschen Unternehmen befragt. 87 Prozent davon geben an, bei der Agentursuche persönliche Kontakte zu nutzen, 77 Prozent setzen auf Empfehlungen. Das Internet und Suchmaschinen nennen 27 Prozent als Quelle, Pitchberater werden von 15 Prozent beauftragt. Über spezielle Agentursuchmaschinen gehen 11 Prozent der Befragten.

"Der Agenturmarkt ist aus Kundensicht nicht sehr transparent. Dabei stehen Tools wie der GWA-Suchagent zur Verfügung, mit denen man sich schnell orientieren kann", wirbt GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker für das verbandseigene Informationsangebot. Den Suchagenten nutzen allerdings nur 4 Prozent der Marketingentscheider. Immerhin knapp 20 Prozent verwenden das Jahrbuch des Verbands.

Ein nicht minder interessantes Ergebnis der Umfrage erwähnt der GWA in seiner Pressemitteilung nicht. 38 Prozent der Befragten sehen die Agenturen nicht klar positioniert. Nur 19 Prozent erkennen dagegen ein klares Profil. 43 Prozent geben die Antwort "neutral". Im Klartext heißt das: Knapp 80 Prozent der Marketer vermisst bei den Agenturen ein scharfes Profil. Auch das könnte ein Grund dafür sein, weshalb bei der Agenturauswahl vor allem persönliche Kontakte im Vordergrund stehen.

Bei der Frage, welche Kriterien für die Beurteilung eines Kommunikationsdienstleisters entscheidend sind, halten 97 Prozent die kreative Kompetenz für wichtig oder sehr wichtig. Die gleiche Anzahl nennt die Chemie zwischen Agentur und Unternehmen, 96 Prozent das Thema Glaubwürdigkeit. Die komplette Umfrage finden Sie hier. mam
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