GWA: Trotz Krise sind Mitarbeiter von Agenturen zufrieden

Donnerstag, 14. Januar 2010
"Agenturen bieten gutes Arbeitsklima": Ralf Nöcker
"Agenturen bieten gutes Arbeitsklima": Ralf Nöcker

Mit der HRM-Studie legt der GWA erstmals eine größere Bestandsaufnahme der Personalstruktur seiner Mitgliedsagenturen vor. Ihr Ergebnis überrascht teilweise: Die Flaute scheint das Arbeitsklima in den Agenturen kaum zu dämpfen. Der GWA arbeitet daran, das auch BWLern zu vermitteln, damit der Mangel an diesen Fachkräften sich nicht verstärkt. Agenturen wollen das Gleiche wie alle anderen Unternehmen: die besten Absolventen. In manchen Bereichen bekommen sie sie. In anderen nicht. Dramatisch ist dabei, dass dies vor allem in den für die Kommunikationsdienstleister  zukunftsentscheidenden Arbeitsgebieten wie der Beratung, dem Planning und den neuen Medien so ist. Die Einstiegsgehälter sind niedrig, die Arbeitsabläufe chaotisch, Mitarbeiter werden ausgebeutet und Aufstiegschancen gibt es kaum. So lauten die wohl gängigsten Vorurteile, die die High Potentials lieber bei Unternehmensberatungen und Internetfirmen nach einem Einstieg suchen lassen.

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Damit soll eine Studie des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA zumindestest teilweise aufräumen, mit der der Verband erstmals eine größere Bestandsaufnahme der Personalstruktur seiner Mitgliedsagenturen vorlegt: "Unsere HRM-Studie zeigt, dass Agenturen gerade von High Potentials nachgefragte Möglichkeiten wie schnelle Übernahme von Verantwortung, flache Hierarchien und gutes Arbeitsklima bieten", sagt Verbandsgeschäftsführer Ralf Nöcker.

Tatsächlich sind die meisten der 574 online befragten Beschäftigten mit ihrem aktuellen Arbeitsplatz eher zufrieden und bewerten ihn auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (überhaupt nicht) mit 2,4. Am zufriedensten sind die Top-Führungskräfte (1,8). "Für viele dürfte überraschend sein, dass auch die Praktikanten ihre Tätigkeit gut bewerten. Das zeigt, dass Initiativen wie die Zertifizierung der Hospitanzen durch den GWA wirken", sagt Nöcker. Zwischen der durch die Studie attestierten Gefühlslage der Agenturmitarbeiter und der trotz Krise hohen Wechselwilligkeit der Beschäftigten sieht Nöcker keinen Widerspruch: "Dass gute Mitarbeiter versuchen, Position und Gehalt durch einen Wechsel zu verbessern, ist kein Problem der Agenturbranche. Das ist überall so." Eva-Maria Schmidt
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