GWA Sommermonitor: Agenturen melden überdurchschnittliches Wachstum

Montag, 05. Juli 1999

Laut dem jetzt in Frankfurt vorgestellten Sommermonitor 1999 des Gesamtverbands Werbeagenturen GWA ist die Geschäftslage der Agenturen weiterhin positiv. 72 Prozent der insgesamt 80 Agenturen, die sich an der Umfrage beteiligt hatten, gaben für das 1. Halbjahr einen sehr guten bis guten Geschäftsverlauf an. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren dies nur 57 Prozent. Einen ebenfalls positiven Geschäftsverlauf für das 2. Halbjahr 1999 erwarten immerhin noch 62 Prozent der Befragten. Mehr als drei Viertel der Agenturen gehen von einem Umsatzplus von 10 Prozent für 1999 aus. Bezüglich der Möglichkeiten zur Neugeschäfts-Entwicklung gaben 43 Prozent der Agenturen an, neue Etats über strategische/kreative Wettbewerbspräsentationen zu generieren. An zweiter Stelle steht der Einstieg über Projekte mit 23 Prozent, gefolgt von Agentur-Credential-Präsentationen mit 12 Prozent. Weiterhin gaben die Agenturen an, daß nur 8 Prozent der Kunden kostenlose Wettbewerbspräsentationen wünschten und 29 Prozent der Werbungtreibenden auf die Abtretung der Nutzungsrechte von präsentierten Ideen bestünden, auch wenn die pitchende Agentur letztlich bei diesem Kunden nicht zum Zuge käme. "Ein Junktim zwischen der Abtretung von Nutzungsrechten und dem Zugang zur Präsentationsteilnahme ist ein Diktat, das für die Agenturen nicht hinnehmbar ist", so GWA-Präsident Lothar S. Leonhard. In puncto Mitarbeiterstruktur gaben 47 Prozent der Agenturen an, aufgrund des Gesetzes zur Scheinselbständigkeit künftig weniger freie Mitarbeiter beschäftigen zu wollen. Außerdem verfügen mittlerweile 16 Prozent der Agenturen über Telearbeitsplätze und 57 Prozent der Befragten rechnen mit einer deutlichen Zunahme der Telearbeitsplätze in den nächsten 5 Jahren.
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