GWA-Herbstmonitor: Gewinne der Agenturen brechen ein

Donnerstag, 08. Oktober 2009
GWA-Verbandspräsident Peter John Mahrenholz
GWA-Verbandspräsident Peter John Mahrenholz

Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind endgültig auch bei den Agenturen angekommen. Die zu Beginn des Jahres noch überraschend positiv gestimmten Kommunikationsdienstleister werden nun mit voller Härte von den Einsparungen ihrer Kunden getroffen. Laut GWA-Herbstmonitor - der morgen veröffentlicht wird, HORIZONT aber schon auszugsweise vorliegt - sind vor allem die Renditen eingebrochen. Sie gehen im Schnitt um rund 24 Prozent zurück. Die Umsätze sinken um knapp 8 Prozent. Wie tief die Einschnitte sind, zeigt ein genauerer Blick auf die Daten. 25 Prozent der im Rahmen des Monitors befragten Agenturen haben sogar einen Gewinnrückgang von mehr als 37 Prozent zu verzeichnen.

Selbst diese Zahl scheint aber noch nicht die ganze Wahrheit abzubilden. Experten rechnen mit einem durchschnittlichen Gewinnrückgang von mindestens 50 Prozent. Besonders gebeutelt sind einige Networks. Der Manager einer großen Agentur geht für sie von einer um rund 10 Prozentpunkte rückläufigen Gewinnmarge aus - wer bislang keine zweistellige Rendite erzielt hat, dürfte jetzt also ein Minus machen.

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Um die Rückgänge zu kompensieren hatten viele Agenturen Kurzarbeit eingeführt oder gleich Mitarbeiter entlasssen. Das zeigt auch der GWA-Herbstmonitor: 57 Prozent der Befragten gegeben an, Personal abgebaut zu haben.

Auch für das kommende Jahr halten sich die Erwartungen in Grenzen. Zwar liegt die offizielle GWA-Prognose für 2010 noch nicht vor, Verbandspräsident Peter John Mahrenholz äußert sich aber sehr vorsichtig - trotz erster Signale, dass die Konjunktur langsam wieder anziehen könnte: "Wie und wann sich eine mögliche Erholung bei den Agenturen niederschlägt, ist offen. Ich fürchte, das wird länger brauchen als der Rückgang." mam
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