GWA Herbstmonitor: Agenturen legen bei Umsatz und Ertrag zu

Donnerstag, 07. Oktober 2010
GWA-Präsident Peter John Mahrenholz: Bessere Stimmung
GWA-Präsident Peter John Mahrenholz: Bessere Stimmung

Glaubt man dem Stimmungsbild des GWA Herbstmonitors, können Deutschlands Agenturen aufatmen. Das halbjährlich erscheinende Konjunkturbarometer des Verbands zeichnet ein überaus positives Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kommunikationsdienstleister. Demnach liegt das durchschnittliche Umsatzplus bei 6,2 Prozent. Die Renditen haben um 31 Prozent angezogen. Diese Entwicklung ist besser als erwartet. Im Frühjahr waren die Agenturen noch von einem Umsatzplus von 3,3 Prozent und einer Renditesteigerung von 16,5 Prozent ausgegangen. "Die Stimmung bei den Agenturen ist im Laufe des Jahres immer besser geworden", sagt GWA-Präsident Peter John Mahrenholz.

Auch die sonstigen Zahlen erwecken einen positiven Eindruck: So sagt die relative Mehrheit der Agenturen (42 Prozent), dass die Kosten im Vergleich zum Vorjahr abgenommen haben. Bei 34 Prozent sind sie gestiegen und bei 15 Prozent gleich geblieben. Reduziert wurden vor allem Reisekosten und Kosten in "sonstigen Bereichen".

Investiert haben wollen die Agenturen dagegen in Personal und Weiterbildung. Fast zwei Drittel der befragten Agenturchefs geben an, mit Neueinstellungen auf die derzeitige Wirtschaftslage reagiert zu haben. 47 Prozent sagen, dass sie um jetzigen Zeitpunkt mehr Mitarbeiter beschäftigen als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 37 Prozent haben weniger Mitarbeiter an Bord, 15 Prozent gleich viele.

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Mehr zum Thema sowie ein Interview mit GWA-Präsident Mahrenholz lesen Sie in Ausgabe 40/2010 vom 7. Oktober.

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Ein genauerer Blick auf die Zahlen relativiert die vermeintlich rosige Lage. Das gilt in erster Linie in Bezug auf die Renditen. Zwar werden keine absoluten Zahlen genannt, aber in den meisten Agenturen dürfte die Margen so weit im Keller sein, dass sich ein Plus von 31 Prozent spektakulärer anhört als es ist. Das räumt auch der Verbandschef ein: "Man kann nicht davon ausgehen, dass die Renditen im Kerngeschäft der Agenturen auf einem befriedigenden Niveau sind", so Mahrenholz. Es gebe also keinen Anlass zur Euphorie, selbst wenn sich die Umsätze allmählich wieder dem Vorkrisenniveau näherten.

Ein zweiter Faktor, der die Aussagen des Monitors relativiert, ist die Teilnehmerzahl. An der Online-Befragung haben sich 74 Agenturchefs beteiligt. Die Angaben erfolgen auf freiwilliger Basis. Man kann davon ausgehen, dass vor allem diejenigen der 116 Verbandsmitglieder mitmachen, bei denen die Geschäfte vergleichsweise gut oder zumindest nicht sehr schlecht laufen. Den vollständigen Monitor finden Sie hiermam

           
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