GWA Herbstmonitor: Agenturen bleiben weiter optimistisch

Mittwoch, 17. Oktober 2012
GWA-Chef Lothar Leonhard hält die Prognose für "außerordentlich optimistisch"
GWA-Chef Lothar Leonhard hält die Prognose für "außerordentlich optimistisch"

Die im Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA organisierten Werbedienstleister bleiben in Bezug auf ihre wirtschaftliche Entwicklung weiter ausgesprochen optimistisch. Für das laufende Jahr rechnen sie laut dem heute veröffentlichten GWA-Herbstmonitor mit einem durchschnittlichen Umsatzzuwachs von 5,4 Prozent. Damit übertreffen sie sogar noch ihre eigene Prognose vom Frühjahr. Damals waren sie von einem Plus von 4,4 Prozent für ausgegangen. Mit ihrem unerschütterlichen Optimismus stehen die Werbeagenturen allerdings relativ alleine da. Das Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwartet für 2012 ein gesamtwirtschaftliches Plus von 0,8 Prozent. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) rechnet mit allenfalls einem Prozent Wachstum. Die Vorhersage der Mediaagenturgruppe Zenith Optimedia prognostiziert für den deutschen Markt ein Plus von 2 Prozent.

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Auch GWA-Präsident Lothar Leonhard traut der Stimmungslage nicht so recht und spricht von einer "außerordentlich optimistischen Prognose". Gleichzeitig macht er deutlich, dass er sich sehr wundern würde, wenn die Agenturen bei einer Eintrübung der Konjunktur ungeschoren davon kämen.

Doch trotz gesamtwirtschaftlich eher verhaltener Prognosen gehen die für den Monitor befragten 64 Agenturchefs auch für 2013 von steigenden Umsätze aus. Sie erwarten ein Plus von 4,5 Prozent. 56 Prozent glauben, dass sie ihren Umsatz weiter steigern werden, 42 Prozent rechnen mit stabilen Zahlen, nur 2 Prozent gehen von Umsatzrückgängen aus.

Im laufenden Jahr werden die Agenturen ihre Rendite von durchschnittlich 9,5 Prozent auf voraussichtlich 10,1 Prozent des Gross Income erhöhen. Gleichzeitig sagen zwei Drittel der Befragten, dass die Kosten weiter gestiegen sind. Zu Buche schlagen dabei laut Monitorangaben vor allem erhöhte Personalkosten und Ausgaben für Weiterbildung. So geben 58 Prozent der Agenturen an, heute mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als vor einem Jahr. Den vollständigen GWA-Herbstmonitor finden Sie hier. mam

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