GWA-Diskussion: "Agenturen müssen zu Kollaborateuren werden"

Freitag, 02. Oktober 2009
Gesprächsrunde: P.J. Mahrenholz, A. Mengele, R. Nöcker, M. Valentin, T. Strerath (v.l.n.r.)
Gesprächsrunde: P.J. Mahrenholz, A. Mengele, R. Nöcker, M. Valentin, T. Strerath (v.l.n.r.)

Publicis und der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA haben gestern abend zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion in das erst vor wenigen Wochen bezogene "House of Conversation" in Frankfurt eingeladen. In den neuen Räumlichkeiten der Agenturgruppe diskutierten GWA-Präsident Peter John Mahrenholz, Heimat-Geschäftsführer Andreas Mengele, Pact-Vorstandschef Mathias Valentin und Ogilvy-Deutschlandchef Thomas Strerath das Agenturmodell der Zukunft. Moderiert wurde die Veranstaltung von GWA-Geschäftsführer Ralf Nöcker. Eine der Kernthesen war, dass sich Agenturen künftig viel stärker für andere kreative Partner öffnen sollten. "Wir müssen begreifen, dass es mehr gibt als die Werbekreativität", erklärt Strerath. "Wir müssen unsere Eitelkeiten beiseite legen und zu besseren Kollaborateuren werden." Es könne nicht mehr das erklärte Ziel sein, sämtliche Disziplinen unter einem Dach zu vereinen. "Die Agentur der Zukunft muss den Part eines zentralen Ansprechpartners übernehmen, der die gesamtplanerische Verantwortung übernimmt", ergänzt Mahrenholz.

Ebenfalls heiß diskutiert wurden Ertragsmodelle der Zukunft. "Wir haben viel zu viel Zeit damit verbracht, uns auf die künstlerischen Aspekte von Werbekreation zu konzentrieren anstatt unseren Kunden den Mehrwert einer guten Idee zu vermitteln", kritisiert Valentin, der gestern nicht zum ersten Mal für eine ergebnisorientierte Vergütung plädiert hat.

Die gestrige Podiumsdiskussion war die Auftaktveranstaltung zu einer Reihe ähnlicher Abende, die Publicis künftig in regelmässigen Abständen in seinen Räumlichkeiten abhalten möchte. bu
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