GWA-Agenturen verzeichnen moderates Wachstum

Dienstag, 19. März 2002

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist der Umsatz der GWA-Agenturen im Geschäftsjahr 2001 um 5 Prozent gestiegen. Das hat der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA auf seiner Bilanzpressekonferenz und Präsentation des GWA-Frühjahrsmonitors bekannt gegeben. Damit haben die zum GWA zusammengeschlossenen Agenturen ihren Umsatz auf 12,9 Milliarden Euro Equivalent Billings erhöht. Die Umsatzentwicklung der GWA-Agenturen liegt um 3,9 Prozentpunkte über dem Wachstum des Bruttoinlandprodukts. Gleichzeitig erhöhten die Agenturen die Zahl ihrer Mitarbeiter um 4,6 Prozent auf 17 253. Der Pro-Kopf-Umsatz ist um 0,4 Prozent auf 753 000 Euro gestiegen.

Der Frühjahrsmonitor belegt, dass die Agenturbranche das zurückliegende Jahr als schwierig betrachtet. Lediglich 13 Prozent der Befragten bezeichnen das Geschäftsjahr 2001 als "gut" oder "sehr gut", 53 Prozent dagegen als "eher schlecht" oder "schlecht". Mehr als 50 Prozent aller Agenturchefs beklagen eine Verschlechterung der Rendite. Über gestiegenen Kostendruck berichten drei von vier Agenturen.

Für das Jahr 2002 sind die Agenturchefs verhalten optimistisch. Jeder zweite geht von einer unveränderten Situation aus, 21 Prozent von einer ansteigenden Umsatzentwicklung, 27 Prozent von einer sinkenden. Verglichen mit dem Frühjahrsmonitor 2001 sind die Agenturen deutlich pessimistischer. Nichtsdestotrotz hält GWA-Präsident Lothar S. Leonhard ein Wachstum von 3,5 Prozent für erreichbar, während der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft ZAW nur ein Plus von insgesamt 1 Prozent prognostiziert.
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