GPRA reagiert erbost auf GWA-Absage

Dienstag, 22. Oktober 2002

Die Absage der geplanten Fusion von Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA und Gesellschaft Public-Relations-Agenturen (GPRA) durch den GWA-Vorstand sorgt für erhitzte Gemüter. "Der GWA hat unser Vertrauen missbraucht", erklärt GPRA-Chef Rupert Ahrens. Der GWA-Vorstand hatte am gestrigen Montag das Zusammengehen mit der GPRA gestoppt und dabei auch auf die unterschiedliche wirtschaftliche Situation der Verbände verwiesen.

Dieses Argument will Ahrens nicht gelten lassen. "Unsere Zahlen sind grundsolide", so der Verbandsboss. Ihm fehlt nach wie vor eine vernünftige Begründung für den Schritt des GWA. "Momentan kann ich nichts anderes erkennen als einen opportunistischen Befreiungsschlag", sagt Ahrens im Hinblick auf die GWA-interne Debatte über die geplante Namensänderung.

Ende der Woche sollen die GWA-Mitglieder über den Vorschlag des Vorstands abstimmen, den GWA in Gesamtverband Kommunikationsagenturen GKOM umzubennen. Bei Fusionskritikern war zuletzt der Eindruck entstanden, dieser Name sei nur auf Druck der GPRA präsentiert worden. Die PR-Vertreter hatten einen neuen Namen zur Bedingung für die Fusion gemacht. Nach dem Scheitern der Fusion treten Ahrens und seine drei Präsidiumskollegen von ihren Ämtern zurück. Ende Novemver will der Verband ein neues Führungsgremium wählen.
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