GPRA fordert Nachprüfungsverfahren

Mittwoch, 04. Oktober 2006

Die Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) setzt ihre Kritik am Ausschreibungsverfahren des Bundespresseamts fort. Die Agenturlobby fordert eine Nachprüfung, bei der "die beteiligten Agenturen Akteneinsicht erhalten, um Klarheit über alle Details zu bekommen", erklärt Verbandspräsident Dieter Schulze van Loon. Der Hintergrund: Die geplante Vergabe eines Teiletats an die Scholz & Friends-Tochter Pergamon war in die Kritik geraten, nachdem die Presse über Unregelmäßigkeiten im Verfahren berichtet hatte. Umstritten ist unter anderem die Frage, ob die neugegründete Agentur die formalen Kriterien zur Teilnahme am Wettbewerb erfüllt hat. Außerdem ist von Ungereimtheiten im Bewertungsverfahren und einer merkwürdigen personellen Umbesetzung in der Jury die Rede.

Das Bundespresseamt prüft derzeit die Vorwürfe und hat die Zuschlagsfrist bis zum 19. Oktober verlängert. Unterdessen laufen die Vorbereitungen für die nächste Etatvergabe des Hauses: In der kommenden Woche sollen die Präsentationen für den millionenschweren PR-Etat des Bundespresseamts über die Bühne gehen. Etathalter ist Johanssen + Kretschmer in Berlin. mam

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