GPRA besiegelt den neuen Kurs

Montag, 04. Mai 1998

Auf der Mitgliederversammlung der Gesellschaft Public-Relations-Agenturen (GPRA) in Frankfurt wurde Rupert Ahrens, Geschäftsführer der Frankfurter PR-Agentur Ahrens & Behrent, einstimmig zum neuen Präsidenten des Agenturenverbandes gewählt. Er löst Dietmar Müller, Chef von Medical Relations inLangenfeld, ab. Ahrens” Programm, den öffentlichen Dialog zu fördern, zentrale Themen wie Markenkommunikation, politische Kommunikation und Krisen-Management zu besetzen und damit Akzente im Markt zu setzen, stieß auf breite Zustimmung bei den Mitgliedsagenturen. Jeweils einstimmig wurden auch die drei weiteren Präsidiumsmitglieder gewählt: Olaf Arndt von Kohtes & Klewes, Egbert Deekeling vonDeekeling & Fiebig und Bernhard Fischer-Appelt von Media Concept. Aus Kostengründen wird es künftig keinen GPRA-Geschäftsführer mehr geben. Die Position, die Norbert Sickenberger seit Mitte letztenJahres innehat, war von Anfang an bei den Mitgliedern umstritten. Weiteres Ergebnis der Mitgliederversammlung ist die Aufhebung der Pflicht zur ISO-Zertifizierung, die Ende letzten Jahres zu Austritten und Ausschlüssen nicht-zertifizierter Mitgliedsagenturen geführt hat. Statt der ISO-Normen will die GPRA eigenständige Qualitätskriterien festschreiben, die Mitte des Jahres in die GPRA-Satzungaufgenommen werden und damit für alle Mitglieder und Neuzugänge bindend sind. Zudem wurde mehrheitlich beschlossen, daß die Mitgliedsagenturen anstatt wie bisher nur den Honorarumsatz künftig zwei testierte wirtschaftliche Kenngrößen melden müssen, um ihr Geschäftsergebnis zu dokumentieren: nämlich den Honorarumsatz und den Gesamtumsatz. Im Anschluß an die Mitgliederversammlung stand das Thema politische Kommunikation auf dem Programm der GPRA-Tagung, die anläßlich der 25-Jahre-Feier desVerbandes stattfand. Dee Dee Myers, ehemalige Pressesprecherin und politische Beraterin von Bill Clinton, und Dr. Klaus Kocks, Mitglied des Markenvorstands von Volkswagen, referierten über Spin-Doctoring, Imagebildung und die Amerikanisierung des Wahlkampfes.
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