GPRA-Präsidentschaft: Alles läuft auf Uwe Kohrs zu

Donnerstag, 07. März 2013
Das aktuelle GPRA-Präsidium. Uwe Kohrs (r.) dürfte neuer Präsident werden (Foto: GPRA)
Das aktuelle GPRA-Präsidium. Uwe Kohrs (r.) dürfte neuer Präsident werden (Foto: GPRA)

Vor kurzem hatte es noch so ausgesehen, als könnte es bei der Wahl des neuen Präsidenten der Gesellschaft Public Relations Agenturen (GPRA) Ende April eine Kampfabstimmung geben. Hinter den Kulissen hatten sich die beiden Präsidiumsmitglieder Uwe Kohrs (Agentur: Impact) und Heiko Kretschmer (Johanssen + Kretschmer) in Stellung gebracht. Doch jetzt kommt es anders: Heiko Kretschmer hat erklärt, dass er nicht mehr für die Verbandsführung kandidieren will - auch nicht für das Präsidentenamt. Damit ist Kohrs wohl der einzige Aspirant. Auf Anfrage macht er deutlich, dass er zur Verfügung stehen würde, wenn man ihn fragt. Das ist offenbar schon geschehen. Mehrere Mitglieder haben signalisiert, dass sie Kohrs unterstützen wollen. Der bisherige Verbandschef Alexander Güttler darf nach insgesamt vier Jahren an der Spitze der GPRA laut Satzung nicht wieder antreten.

Sein bisheriger Stellvertreter Kretschmer verzichtet dem Vernehmen nach nicht ganz freiwillig auf die Kandidatur. Zumal man sich bei der ersten Wahl von Güttler im Jahr 2009, als ebenfalls eine Kampfkandidatur gegen Kretschmer im Raum stand, wohl darauf geeinigt hatte, dass Kretschmer Nachfolger von Güttler werden sollte. Für diese Lösung hat sich jetzt offenbar keine Mehrheit mehr gefunden.

Der Chef der PR-Agentur Johanssen + Kretschmer gilt als kluger Stratege, aber auch als nicht ganz leicht im Umgang. Er hatte sich auf die Fahnen geschrieben, die GPRA stärker als bislang als schlagkräftige Interessenvertretung zu positionieren und einige profilierte Beratungsagenturen an Bord zu holen, die derzeit nicht Mitglied im Verband sind. Präsidiumsmitglied Kohrs, auf den nun alles hinauszulaufen scheint, gilt als pragmatischer Macher.

Die GPRA hat derzeit 30 Mitglieder. Ob Johanssen + Kretschmer weiter dazugehören wird, muss sich zeigen. Agenturchef Kretschmer will sich noch nicht hundertprozentig festlegen: "Wir geben der neuen Führung der GPRA selbstverständlich eine Chance und schauen uns deren Arbeit in den kommenden Monaten an. Die Frage unserer Mitgliedschaft wird sich dann entlang unserer Anforderungen an einen Branchenverband klären lassen." mam     
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