GPRA: Kritik an Verbandschef Rupert Ahrens

Donnerstag, 14. November 2002

Der Vorschlag von Rupert Ahrens, für ein weiteres Jahr ein Übergangspräsidium der Gesellschaft Public-Relations-Agenturen (GPRA) zu führen und dann Platz für Andreas Severin von der Agentur Crossrelations zu machen, stößt verbandsintern auf zum Teil heftige Kritik. Bemängelt wird vor allem, dass der Vorschlag ohne vorherige Diskussion durch die Mitgliedschaft öffentlich gemacht wurde.

"Ich halte den Politikstil von Rupert Ahrens für fragwürdig", beklagt sich Egbert Deekeling, Chef der Düsseldorfer Agentur Deekeling Identity & Change. Auch Ex-Präsidiumsmitglied Bernhard Fischer-Appelt ärgert sich: "Es geht nicht, dass Vorschläge vorab öffentlich werden und dadurch Druck auf die Mitgliederversammlung ausgeübt wird."

Kontrovers diskutiert wird zudem über den Kandidaten Severin. Während einige Mitglieder in ihm den richtigen Mann für die Zukunft sehen, halten ihn andere für zu unprofiliert. Mittlerweile hat Severin erklärt, dass er bei der Wahl Ende November definitiv nicht für das Amt des Präsidenten zur Verfügung stehen wird. Eine Mitarbeit im vierköpfigen Präsidium kann er sich aber vorstellen.

Wenig Chancen auf das Amt des GPRA-Präsidenten dürfte Dietrich Schulze van Loon haben, dessen Name Anfang der Woche ins Spiel gebacht wurde. Der Noch-Kohtes-Klewes-Manager gründet Anfang 2003 die Agentur Molthan van Loon, die er so schnell wie möglich in die GPRA führen will.
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