GM bittet zum Pitch um weltweiten Kreativetat von Chevrolet

Freitag, 21. Oktober 2011
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Jetzt geht es auch um den Kreativetat: General Motors überprüft für die Marke Chevrolet seine Agenturpartnerschaften im Bereich Kreation. Wie das Unternehmen gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, sind vier Konkurrenten am Pitch beteiligt: die drei Holdings Omnicom, Interpublic, Publicis sowie Cheil Worldwide. Vor wenigen Tagen erst gab der US-amerikanische Automobilkonzern bekannt, derzeit seinen weltweiten und rund 3 Milliarden US-Dollar schweren Mediaetat zu überprüfen. Die Ausschreibung sei ein weiterer wichtiger Schritt, um die Effektivität der Kundenansprache zu steigern, so Joel Ewanick, weltweiter GM-Marketingchef. Gegenüber dem US-Branchendienst Adage ergänzt GM-Sprecher Tom Henderson: "Es ist durchaus möglich, dass wir mit unserem aktuellen Agenturmodell weiterarbeiten." In den USA beispielsweise hält derzeit die Omnicom-Tochter Goodby, Silverstein & Partners den Lead für Chevrolet. Mit der Interpublic-Agentur McCann arbeitet GM ebenfalls auf globaler Ebene eng zusammen. Die Agentur betreut die Marke in Indien, Latein-Amerika und Kanada.

Auf die Agenturpartnerschaften in Deutschland wirke sich die Ausschreibung "aktuell nicht aus", so ein Sprecher von Chevrolet Deutschland gegenüber HORIZONT.NET. Seit Dezember vergangenen Jahres arbeitet der Autobauer mit G2 in Frankfurt zusammen. Zuvor betreute Trade Force (Ex-Cobra) den Etat. Das Mandat umfasst die nationale Adaption der klassischen Werbung sowie das Handelsmarketing und die taktischen Kampagnen.

Wie hoch die weltweiten Werbespendings für Chevrolet insgesamt sind, legt GM nicht offen. Allerdings ist Chevrolet die Kernmarke des Konzerns, zu dem auch Opel und Cadillac gehören - 51 Prozent aller im Vorjahr ausgelieferten Autos des Unternehmens trugen laut Adage das Chevrolet-Logo. 2010 hat GM eigenen Angaben zufolge weltweit 4,3 Milliarden US-Dollar für Werbung ausgegeben. Die wichtigsten Märkte der Automarke sind die USA, Brasilien und China. In Deutschland investierte Chevrolet im vergangenen Jahr laut Nielsen Media Research brutto 27,2 Millionen Euro. jm
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