GKK führt Rangliste der Inhaber-Dialogagenturen an

Mittwoch, 04. August 2010
GKK-Chef Harald Kling ist mit seiner Agentur die Nummer 1 im Ranking
GKK-Chef Harald Kling ist mit seiner Agentur die Nummer 1 im Ranking

Die Wirtschaftskrise ist auch an der Direktmarketingbranche nicht spurlos vorübergegangen. Wie das Ranking der inhabergeführten Dialogagenturen zeigt, gab es zum Teil deutliche Einbußen bei Umsatz und Ertrag. Die Rangliste wird von der "Arbeitsgemeinschaft Rankingliste" (HORIZONT, "W&V") erstellt. An der Spitze des Rankings steht die Frankfurter GKK Dialog Group, ein Schwesterunternehmen von Scholz & Friends. Sie erzielte 2009 einen Umsatz von 29,64 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auf Platz 2 rangiert der bisherige Spitzenreiter Defacto. Die Verschiebung ergibt sich daraus, dass sich die Erlanger Defacto-Gruppe zu Beginn des Jahres neu aufgestellt und das Callcenter-Geschäft ausgelagert hat. Dessen Zahlen fließen nun nicht mehr in die unter Defacto X auftretende Dialogagentur ein. Sie meldet für 2009 einen Honoarumsatz von 25,3 Millionen Euro. Ein Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der veränderten Datenbasis nicht möglich.

Die Top 10 Inhaber-Dialogagenturen

1. GKK Dialog Group: 29,64 Mio. Euro
2. Defacto X: 25,30 Mio. Euro
3. Pepper: 13,64 Mio. Euro
4. Agencyteam: 11,28 Mio. Euro
5. Chromedia: 9,50 Mio. Euro
6. WOB: 8,66 Mio. Euro
7. Saint Elmo's: 8,18 Mio. Euro
8. Mission One eRelations: 6,90 Mio. Euro 
9. KMF Werbung: 6,11 Mio. Euro
10. Fritsche Werbeagentur: 4.01 Mio. Euro

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Rankingliste, (HORIZONT, "W&V"; die Datenerhebung erfolgte durch "W&V")
Zum Ranking auf HORIZONTstats 


  Rechnet man Defacto heraus, ergibt sich für die führenden Inhaber-Dialogagenturen ein Umsatzrückgang von 3 Prozent. Noch deutlicher hat die Gesamtbranche verloren. Laut Dialogmarketing-Monitor der Deutschen Post sind die Aufwendungen in diesem Bereich im vorigen Jahr um 8 Prozent auf 27,5 Milliarden Euro gesunken. Das ist der niedrigste Stand der letzten sechs Jahre.

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die von HORIZONT befragten Agenturchefs ein Umsatzplus zwischen 3 und 5 Prozent. Hoffnungen liegen dabei insbesondere auf dem digitalen Geschäft und dem Bereich Business Intelligence. Die internationalen Networks fehlen in der Rangliste. Sie melden schon seit Jahren mit Verweis auf den Sarbanes-Oxley Act keine Zahlen mehr. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 31/2010 vom 5. August.

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