Futurebrand zieht sich aus deutschsprachigem Raum zurück

Donnerstag, 08. Dezember 2005

Hiobsbotschaft aus London: Das Futurebrand-Management bläst offenbar zum Rückzug aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Der Baseler Stammsitz der zur McCann-Worldgroup zählenden Branding-Anbieter hat keine Zukunft. Auch die deutsche Niederlassung der CD-Agentur in Hamburg wird zum Ende dieses Jahres geschlossen. Immerhin lasse der Business-Plan 2006 noch offen, ob ein Büro in Genf gegründet werde, wiegelt Patrick Smith ab, der als CEO in London das gesamte europäische Geschäft verantwortet. Derweil ist das Hamburger Büro mit der Abwicklung des Geschäfts befasst. Eine Rückkehr nach Hamburg freilich hält Smith für ausgeschlossen. Die deutschen Kunden werden künftig von London aus betreut.

Birgit Baier, die erst im Januar 2005 zum Managing Director der Futurebrand-Niederlassungen Hamburg und Basel berufen wurde, hat das Büro an der Elbe bereits verlassen. Schon vor geraumer Zeit hielten sich hartnäckig Gerüchte, die besagten, dass Baiers Zeit abgelaufen sei und CEO Smith einen Nachfolger suche. "Ich werde definitiv nicht die Agentur verlassen", beschwichtigte Baier in einem langen Gespräch. Nun hat sich London zur Radikalkur entschieden: Schrumpfen als Chance. Für die 30 Mitarbeiter an Elbe und Rhein ist das keine frohe Botschaft, wenige Wochen vor Weihnachten. fw

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