Fusion zwischen BMZ/FCA und Saatchi & Saatchi geplatzt

Dienstag, 12. Dezember 2000

Der Merger zwischen den beiden Publicis-Töchtern BMZ/FCA und Saatchi & Saatchi kommt nicht zustande. Beide Agenturen bleiben eigenständig, allerdings erhält BMZ/FCA Zugriff auf das weltweite Saatchi & Saatchi-Network, um internationale Etats und Kunden zu betreuen. Die Entscheidung ist vor allem auf eine Intervention des Saatchi-Großkunden Audi zurückzuführen, der sich Konkurrenzausschluss erbeten hat. BMZ/FCA arbeitet aber ab 2001 für den japanischen Autobauer Daihatsu und betreut mit der Tochtermarke More Sales den Below-the-Line-Etat von Toyota. "Ich bin sicher, dass eine gemeinsame Agentur eine Menge Synergien und Fröhlichkeit gebracht hätte, aber der Kunde geht nun mal vor", kommentiert Saatchi & Saatchi-CEO Hubertus von Lobenstein die jetzt vereinbarte Lösung. Neben Frankreich und Italien ist Deutschland damit bereits das dritte Land, in dem Publicis-Chef Maurice Levy die beiden Agenturmarken nebeneinander arbeiten lässt. In England, Portugal und den Niederlanden soll es hingegen zu einer Fusion zwischen Saatchi & Saatchi und der FCA/BMZ-Gruppe kommen, die nur in Deutschland BMZ/FCA heißt.
Meist gelesen
stats