Führende Inhaberagenturen bilden Einkaufsgesellschaft

Donnerstag, 16. Juli 2009
We-Buy-Initiator Florian von Hornstein
We-Buy-Initiator Florian von Hornstein

Die Agenturen Serviceplan, Scholz & Friends, Jung von Matt und Kolle Rebbe haben die Einkaufsgesellschaft We Buy gestartet. Ziel ist es, die Gemeinkosten der Partner zu reduzieren und bessere Konditionen beim Einkauf von Reisen, Versicherungen, IT und Büromaterial sowie beim Leasing zu erzielen. Dazu bündeln die vier Agenturen ihr Einkaufsvolumen unter dem Dach von We Buy. Bis Ende 2010 erhoffen sich die Beteiligten einen deutliche Reduzierung ihrer Aufwendungen. Die Ausgaben für die genannten Bereiche erreichen laut Angaben von Serviceplan-Manager und We-Buy-Initiator Florian von Hornstein rund 18 Prozent - und machen damit hinter den Personalkosten (rund 74 Prozent) den zweitgrößten Kostenblock für Agenturen aus.

"Wir sind immer auf der Suche nach Einsparpotenzialen", erklärt von Hornstein den Impuls für die Gründung der Firma. We Buy bündelt das gesamte Einkaufsvolumen von insgesamt knapp 100 Einzelfirmen, die unter dem Dach der vier Gründungspartner angesiedelt sind. Auch anderen Agenturen soll We Buy offenstehen. "Mit weiteren Partnern erhöht sich das Einkaufsvolumen und damit die Position bei Rabattverhandlungen", so von Hornstein.

Inwieweit sich in diesem Zusammenhang kartellrechtliche Probleme stellen können, muss sich zeigen. Initiator Serviceplan betont jedenfalls, dass die Firma im Markt als neutraler Verhandlungspartner auftreten werde. Mit Lieferanten und Dienstleistern will We Buy in direkte Preisverhandlungen treten und Rahmenverträge festschreiben. Die erzielte Rabatte sollen innerhalb der beteiligten Agenturen realisiert werden, die die Waren und Leistungen direkt bei den Lieferanten bestellen und abrechnen. So soll der Verwaltungs- und Kostenaufwand bei We Buy beschränkt werden. mam
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