Free Pussy Riot! Fragwürdiger Vandalismus auf Blush-Plakaten

Mittwoch, 22. August 2012
Für die Schmierereien ist die Blush-Agentur verantwortlich
Für die Schmierereien ist die Blush-Agentur verantwortlich


Wer hätte gedacht, dass der Berliner einen solchen Hang zu geordneten Verhältnissen hat? Irgendeinem Passanten passte es jedenfalls nicht, dass ein Plakat der Unterwäschemarke Blush durch eine aufgemalte Maske und den Schriftzug "Free Pussy Riot" verunstaltet wurde. Bei der Polizei ging eine Anzeige wegen Vandalismus ein. Nun ist Blush in Kreativkreisen keine unbekannte Marke und Johannes Krempl, Inhaber der betreuenden Agentur Glow, von Zeit zu Zeit mit dem Vorwurf konfroniert, er habe ja nichts anderes zu tun, als für das Unterwäschelabel seiner Ehefrau nette Motive zu gestalten, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Ist die Anzeige bei der Polizei also eine PR-Aktion in eigener Sache? Tatsächlich sind Glow und Krempl selbst für die Schmierereien verantwortlich. Man habe ein eigenes Plakat geopfert, um die weltweite Kampagne gegen die Verurteilung der russischen Punkband Pussy Riot zu unterstützen, heißt es bei der Agentur.

Dass es jedoch zur Anzeige komme, sei nicht die Intention gewesen. "Die Polizei ermittelt wegen Vandalismus und wir werden eine Anzeige bekommen. So etwas kann man nicht tricksen", sagt Krempl gegenüber HORIZONT.NET. jf
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