Ford-Werbepanne: JWT setzt verantwortliche Mitarbeiter vor die Tür

Mittwoch, 27. März 2013
Das umstrittene Ford-Motiv mit Paris Hilton
Das umstrittene Ford-Motiv mit Paris Hilton

Am vergangenen Wochenende hatte Ford mit geschmacklosen Werbemotiven weltweit Entsetzen ausgelöst. Auf den für den indischen Markt entwickelten Anzeigen, die von diversen Blogs und Foren verbreitet wurden, waren unter anderem Silvio Berlusconi und Paris Hilton zu sehen, die im Kofferraum ihres Ford Figo geknebelte und gefesselte Frauen transportierten. Vor dem Hintergrund der Vergewaltigungswelle in Indien ein Fauxpas sondersgleichen. Nach der öffentlichen Entschuldigung von Ford zieht jetzt auch die verantwortliche Werbeagentur JWT die Konsequenzen aus dem Vorfall. Die verantwortlichen Mitarbeiter wurden gefeuert. "Nach einer ausführlichen internen Prüfung haben wir beschlossen, disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen. Im Zuge dessen haben Mitarbeiter JWT verlassen", teilt JWT auf Anfrage von HORIZONT.NET mit. Betroffen sind auch Top-Manager der Agentur. Wie "The Economic Times" erfahren haben will, wurden unter anderem Bobby Pawar, Kreativchef und Managing Partner von JWT Indien, und Vijay SimhaVellanki, Kreativdirector bei der für Ford gegründeten Agenturunit Blue Hive aufgefordert, die Agentur zu verlassen.

Dieser Schritt sei notwendig gewesen, da die betroffenen JWT-Mitarbeiter für den Vorfall persönlich verantwortlich gewesen seien und JWT in Zukunft die Einhaltung der Prozesse sicherstellen wolle. Damit wolle die Agentur verhindern, dass sich ein solcher Vorfall wiederhole.

Seinen Kunden Ford nimmt JWT in Schutz. Der Autobauer habe die Motive nie beauftragt. Vielmehr seien diese von einzelnen Personen innerhalb der Agentur entwickelt worden, ohne dass die üblichen Prüfungen stattgefunden hätten. Die geschmacklosen Motive hätten niemals entwickelt und schon gar nicht im Internet veröffentlicht werden dürfen, beteuert JWT. Daher bedauere die Agentur den Vorfall zutiefst. mas
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