Fischer-Appelt gewinnt PR-Etat von ARD und ZDF für neues Gebührenmodell

Freitag, 28. Oktober 2011
ARD und ZDF wählen Fischer-Appelt
ARD und ZDF wählen Fischer-Appelt

Am 1. Januar 2013 soll der neue Rundfunkbeitrag für die Programmangebote von ARD, ZDF und Deutschlandradio das bisherige Gebührenmodell ersetzen. Das neue Modell ist nicht mehr geräteabhängig, sondern haushaltsbezogen. Es funktioniert nach der Grundregel: ein Beitrag pro Wohnung - und zwar unabhängig davon, ob dort ein Empfangsgerät steht oder nicht. Für die Kommunikation des neuen Systems haben die öffentlich-rechtlichen Sender via europaweiter Ausschreibung eine PR-Agentur gesucht, die die Umstellung begleitet. Die entsprechende Entscheidung ist jetzt gefallen. Der Zuschlag geht an die Agenturgruppe Fischer-Appelt mit Hauptsitz in Hamburg. Das bestätigt die für die Auswahl zuständige ARD-Rundfunkanstalt SWR gegenüber HORIZONT.NET. "Zusammen mit der Agentur Fischer-Appelt wird ein Konzept erarbeitet, mit Hilfe dessen die verschiedenen Zielgruppen und Endverbraucher über den neuen Rundfunkbeitrag informiert werden sollen", teilt der Sender mit. Im Zentrum der Maßnahmen soll eine Informationsplattform stehen, auf der online alle wichtigen Informationen über den neuen Rundfunkbeitrag abgerufen werden können.

Ob es neben der begleitenden PR-Kampagne auch klassische Werbung zur Umstellung des Gebührenmodells gibt, ist unklar. Das Thema ist nicht unsensibel, da schnell Vorwürfe über die Verwendung von Gebührengeldern laut werden könnten. Insider vermuten, dass sich allein das PR-Mandat im siebenstelligen Bereich bewegt. Um die Gemeinschaftswerbung von ARD und ZDF kümmert sich seit diesem Jahr die Agentur Serviceplan in München. Sie erklärt auf Anfrage, dass das auch im kommenden Jahr so sein wird. Aktuell läuft die Gebührenkampagne "Orte des Geschehens" aus der Feder von Serviceplan. mam    
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