Fidius rügt Mazda, Bitburger, Beck's und Wirtschaftsministerium

Mittwoch, 29. August 2007

Der 2006 gegründete Verein "Fidius - Faire Designwettbewerbe" hat erstmals vier Negativpreise für fragwürdige Ausschreibungen vergeben. Künftig will der Verein mit Sitz in Dortmund einmal im Jahr gute und schlechte Designwettbewerbe in den vier Kategorien Produktdesign, Mode- und Textildesign, Fotografie und Bildjournalismus sowie Kommunikationsdesign prämieren. Den "Fidius-Fliegenfänger" in der Kategorie Produktdesign erhalten das Ministerium für Wirtschaft und Technologie und der Rat für Formgebung als ausschreibende beziehungsweise veranstaltende Institutionen des "Designpreises der Bundesrepublik Deutschland". Die Jury bemängelt, dass die für den Wettbewerb vermeintlich nominierten, angeschriebenen Kreativen 210 Euro für die Teilnahme bezahlen müssen. Weitere 2900 Euro zugunsten der Veranstalter werden für die letzten 25 Teilnehmer fällig. "Auf diese Art und Weise kamen 2006 rund 270.000 Euro zusammen, womit sich jeder der Auserwählten seinen Preis teuer erkauft hat", kritisiert Fidius.

In der Kategorie Fotodesign erhält Mazda den Fliegenfänger für den Wettbewerb "Zoom-Zoom", in den Bereichen Kommunikations- und Modedesign geht der Fliegenfänger an die Brauereien Beck's und Bitburger. Fidius wirft Bitburger "kalte Lizenzerschleichung" vor. Die Teilnehmer an einem Wettbewerb, den die Brauerei in Kooperation mit dem Unterwäschelabel "Pussy Deluxe" ausgerufen hatte, sollten bereits "durch die Einsendung der Entwürfe" für Dessous sämtliche Nutzungs- und Urheberrechte an Bitburger und Pussy Deluxe abtreten.

Den einzigen Positivpreis, den "Fidius-Leuchtturm", bekommt die Ikea-Stiftung für die Ausschreibung "Wohnen in der Zukunft." pap

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