Fall Scharping/Hunzinger: IPRA-Chef Schröder befürchtet Imageschaden für PR-Branche

Freitag, 19. Juli 2002

Der Fall Scharping/Hunzinger lässt die Alarmglocken in deutschen PR-Agenturen klingeln. Vor allem in solchen, die schwerpunktmäßig in den Bereichen Public Affairs und Lobbying arbeiten. Michael Schröder, Chairman der International PR Association (IPRA),befürchtet negative Konsequenzen für die gesamte Branche.

In einer Pressemitteilung, die die Agentur unmittelbar nach der Entlassung von Bundesverteidigungsminster Rudolf Scharping verschickt hat, erklärt der Agenturchef: "Der Ruf einer Profession steht auf dem Spiel, ein Ruf, der in Deutschland noch immer zu fragil ist, als dass er solche Fehlinterpretationen von Relation-Management durch Branchenteilnehmer hinnehmen könnte."

Schröder weist darauf hin, dass "distanzierende Hinweise auf die umstrittene Figur Moritz Hunzinger wenig helfen". Sie verkämen zum hilflosen Krisenmanagement einer Branche, "die einmal mehr dem öffentlichen Imgage als PR-Fuzzies und Strippenzieher schwer entkommt". Stattdessen fordert der IPRA-Chef eine neuerliche Diskussion über Ethik und Werte im Beratungssegment Politik-PR: "Es darf kein Kriterium sein und werden, wer in diesem Bereich das größte Rad dreht - weder für die Auftraggeber noch für Agenturen und Berater."
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