"Fall Essing": Deutscher Rat für Public Relations will abwarten

Montag, 01. März 2010
DRPR-Vorsitzender Richard Gaul
DRPR-Vorsitzender Richard Gaul

Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) enthält sich vorerst einer Bewertung im Fall des PR-Beraters Norbert Essing. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte Anfang Februar über eine Auseinandersetzung zwischen Essing und Ex-Banker Harald Christ berichtet und dem PR-Mann unlautere Praktiken vorgeworfen. "Ohne den konkreten Fall zu kommentieren, hält der Rat die im ,Spiegel' beschriebenen Praktiken ganz allgemein für unzulässig und mit den Regeln guter PR auf keinen Fall vereinbar", sagt der DRPR-Vorsitzende Richard Gaul. "Ein solches Vorgehen ist unlauter und würde, von wem auch immer angewandt, vom Rat in jedem Fall scharf verurteilt", so Gaul weiter.

Da sowohl Essing als auch Christ juristische Schritte angekündigt haben, will der DRPR jetzt die rechtliche Auseinandersetzung verfolgen und "gegebenenfalls tätig werden". Das Thema soll also weiterhin auf der Agenda bleiben. Außerdem will sich das Selbstkontrollorgan der deutschen PR-Fachleute vor dem Hintergrund der gegen Essing erhobenen Vorwürfe grundsätzlich mit der Rolle der Auftraggeber, der Auftragnehmer und der Medien befassen. mam     
Meist gelesen
stats