FCB Frankfurt plant Entlassungen

Freitag, 19. April 2002
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FCB Frankfurt steckt in der Krise. Es mehren sich die Anzeichen, dass die Agentur möglicherweise kurz vor der Auflösung steht - zumindest sollen aber massiv Stellen abgebaut werden. Obwohl die Agentur im vergangenen Jahr einige Etats wie den Zugangsanbieter QSC, Ravensburger oder "Automotorsport" an Land zog, scheinen die Verantwortlichen der FCB-Holding Interpublic (IPG) mit der Jahresbilanz von FCB-Frankfurt-Chef Bernd Altpeter alles andere als zufrieden gewesen zu sein.

Denn den eher mittleren Etatgewinnen steht immer noch der Verlust des millionenschweren Chrysler-Etats Ende 2000 gegenüber, vom dem sich die Agentur offensichtlich bis heute nicht richtig erholt hat. Immerhin trug Chrysler fast 10 Prozent zum Gross Income der Agentur bei.

Das Fass zum Überlaufen soll jetzt der Pitch um Skoda gebracht haben, an dem FCB Frankfurt seit einigen Monaten zusammen mit Cayenne und Grey beteiligt war. Obwohl Skoda daran fest hält, dass FCB Frankfurt weiterhin im Boot ist, war aus der Agentur das Gegenteil zu erfahren: Skoda habe definitiv abgesagt - für die IPG-Bosse offensichtlich das Signal, bei FCB Frankfurt rigoros durchzugreifen.

Letzter großer Kunde der Frankfurter ist der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung, den die Agentur weltweit betreut. Das Budget wird auf rund 400 Millionen Dollar geschätzt. Branchengerüchten zufolge könnte der Etat künftig von FCB Hamburg gesteuert werden.
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