"FAZ" und Scholz & Friends lösen Vertrag

Montag, 02. Juli 2001
Trennt sich von "FAZ": Thomas Heilmann
Trennt sich von "FAZ": Thomas Heilmann

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und Scholz & Friends Berlin werden künftig getrennte Wege gehen. Trotz der hochdekorierten Image-Kampagne haben Kunde und Agentur ihren Vertrag vorzeitig aufgelöst. Erste Anzeichen für eine Krise gab es bereits im März, als die "FAZ" angeblich die Zusammenarbeit mit der Agentur auf den Prüfstand stellen wollte. Damals ließ Marketingleiter Jan Klage jedoch verlauten, es gebe keinen Anlass zu Verstimmungen.

Dass die Zusammenarbeit nun doch in die Brüche ging, liegt vermutlich daran, dass der FAZ-Verlag seine Dachmarkenkampagne aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage und des rückläufigen Anzeigengeschäfts im ersten Halbjahr 2001 vorerst auf Eis legen wollte. Stattdessen will sich der Verlag auf die Markteinführung der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" konzentrieren, für die Scholz & Friends bekanntlich nicht vorgesehen war. Den achtstelligen Einführungsetat soll die Hamburger Agentur KNSK gewonnen haben.

Für Scholz & Friends war das der Grund, um eine vorzeitige Vertragsauflösung zu bitten, zumal bereits ein Wettbewerber mit einer Anfrage bei der Berliner Kreativschmiede auf der Matte stehen soll. Einen Zusammenhang zwischen der Vertragsauflösung und der geplanten Kandidatur von Scholz & Friends-Geschäftsführer Thomas Heilmann im Aufsichtsrat des Axel-Springer-Verlags weist Scholz & Friends-Sprecher Sebastian Turner weit von sich. "Die Geschichte mit Thomas Heilmann war nie ein Problem für die ,FAZ, betont Turner gegenüber HORIZONT.
Meist gelesen
stats