Evonik und KNSK nehmen kreativ Kurs auf die Börse

Freitag, 26. April 2013
Anzeigenmotiv: Evonik hat das "Großprojekt Börsengang" abgeschlossen (Foto: KNSK)
Anzeigenmotiv: Evonik hat das "Großprojekt Börsengang" abgeschlossen (Foto: KNSK)

Der neue Berliner Flughafen "BER", "Stuttgart 21" und die Hamburger Elbphilharmonie - alles deutsche Großprojekte, die unter großem Medien-Getöse ins Stocken geraten sind. Ebenfalls nicht ganz unproblematisch verlief der Börsengang von Evonik. Im vierten Anlauf hat es der Spezialchemiekonzern nun auf den Kurszettel geschafft und startete gut. In einer Anzeigenkampagne zum Börsenstart (Kreation: KNSK) kann sich das Unternehmen einen Seitenhieb auf die übrigen Riesen-Baustellen nicht verkneifen. "Zum Glück gibt es auch Großprojekte in Deutschland, die in Ruhe zu Ende gebracht werden" lautet die Botschaft des Essener Konzerns zum eigenen Börsenstart auf einem der insgesamt drei Anzeigenmotive. Die Anspielung wird durch drei darunter platzierte Fotos der Projekte in Berlin, Stuttgart und Hamburg unmissverständlich. Die Tatsache, dass Evonik es nach drei gescheiterten Anläufen 2008, 2011 und 2012 nun an die Börse geschafft hat, zeugt dabei von einer gesunden Portion Humor und Selbstironie.

Zweites Motiv der Kampagne: Evonik zeigt die Abkürzung aufs Börsenparkett.
Zweites Motiv der Kampagne: Evonik zeigt die Abkürzung aufs Börsenparkett.
In einer zweiten, regional geschalteten Anzeige lassen das Unternehmen und KNSK eine Strickleiter in dem firmentypischen Hell-Violett von von oben auf das Börsenparkett hängen und verlauten: "Falls Sie mal an die Börse wollen, verraten wir Ihnen gerne eine Abkürzung." Überregional ist bei dem selben Motiv der Text "Ein kreativer Industriekonzern geht auch auf kreativem Weg an die Börse" abgedruckt.

Beide Versionen sind mit einem Augenzwinkern zu sehen, haben aber durchaus einen wahren Hintergrund: Evonik verkaufte bereits vor endgültigem Handelsstart seine Aktien an eigene Großaktionäre und wurde so über Umwege (oder eben: über eine Abkürzung) an den Börsen in Frankfurt und Luxemburg aufgenommen.

Markus Langer, Leiter Konzernmarketing und PR, sagt zu der Kampagne: "Wir haben lange auf den Börsengang hin gearbeitet und am Ende unseren ganz eigenen Weg dafür gefunden. KNSK hat diesen Weg kongenial in aufmerksamkeitsstarke Anzeigen umgesetzt - fernab von üblichen Börsen-Klischees." Die Anzeigen waren zum Börsenstart des Konzerns in "FAZ", "SZ", "Bild", "Handelsblatt", "Börsen-Zeitung", "WAZ", "Rheinische Post" und den "Ruhrnachrichten" zu sehen. tt
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