Eventagenturen verzeichnen deutliche Zuwächse

Donnerstag, 03. Mai 2012
Colja Dams bleibt mit der Agentur Vok Dams an der Spitze des Rankings
Colja Dams bleibt mit der Agentur Vok Dams an der Spitze des Rankings

Deutschlands Eventagenturen blicken auf ein gutes Jahr 2011 zurück. Laut aktuellem Ranking, das gemeinsam von HORIZONT, "W&V" und dem Forum Marketing-Eventagenturen (FME) erhoben wird, konnten die Top 20 ihren Honorarumsatz im vergangenen Jahr um rund 25 Prozent steigern. Zusammen kommen sie auf ein Volumen von 160 Millionen Euro. Auch das FME-Konjunkturbarometer "Event-Klima" zeigt eine positive Entwicklung. Der Studie zufolge haben die werbungtreibenden Unternehmen 2011 rund 200 Millionen Euro mehr in Marketingevents investiert als im Jahr zuvor.
Die Top 10 des Rankings (zum Vergrößern bitte anklicken)
Die Top 10 des Rankings (zum Vergrößern bitte anklicken)


An der Spitze des Rankings steht nach wie vor Vok Dams in Wuppertal. Die Agenturgruppe konnte ihren Honorarumsatz im Bereich Live-Kommunikation um rund 10 Prozent auf 26,1 Millionen Euro steigern. Auf Platz 2 bleibt Avantgarde in München mit einem Honorarumsatz von 18,6 Millionen Euro. Den größten Sprung nach vorne macht Uniplan in Köln. Die Agentur legt um 190 Prozent (!) auf rund 10 Millionen Euro zu und klettert damit von Platz 15 auf Platz 5 der Rangliste. Der enorme Zuwachs ist unter anderem durch Aufträge im Rahmen von einmaligen Großereignissen wie der Frauen-Fußball-WM und dem European Song Contest zu erklären. Ebenfalls kräftig zulegen konnten zum Beispiel Planworx (Platz 3), Marbet Marion & Bettina Würth (Platz 6) und Roth & Lorenz (Platz 11).

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Alle Hintergründe sowie das Chart mit den Top 20 gibt es in der HORIZONT-Ausgabe 18/2012 vom 3. Mai.

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Deren Chef Ulrich Roth weist indes darauf hin, dass nicht nur Grund zur Freude besteht. Ein Problemfeld bleibt das Pitchverhalten der Auftraggeber: "Es wird nach wie vor zu viel, zu unsinnig und zu unfair gepitcht", sagt Lorenz. Weitere Herausforderungen für die Eventagenturen sind der hohe Kostendruck, die geringe Planungssicherheit sowie die extrem starke Projektorientierung des Geschäfts. Im laufenden Geschäftsjahr rechnen die meisten Agenturmanager mit weiter steigenden Umsätzen. Von Events wie der Fußball-EM und den Olympischen Sommerspielen erwarten allerdings nur die wenigsten spürbare Impulse für ihr eigenes Geschäft. mam
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