Europäischer PR-Rat in Reichweite

Mittwoch, 27. Februar 2008

Der Vorsitzende des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR), Horst Avenarius, und zehn PR-Repräsentanten europäischer Länder haben erste Gespräche zur Etablierung eines Europäischen PR-Rates geführt. An der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) traf Avenarius mit Vertreter aus Großbritannien, Italien, Schweden, Österreich, Spanien und der Türkei zusammen, um in einem ersten Schritt eine "Europäische Task Force zur PR-Ethik" zu konstituieren.

Im Auftrag der letzten Mitgliederversammlung der Confédération Européenne des Relations Publiques (CERP) soll sie prüfen, ob das deutsche PR-Ratssystem europaweit übernommen werden kann.

Laut Avenarius empfiehlt sich das deutsche System aus drei Gründen: zum einen der Tradition der freiwilligen Selbstkontrolle der Kommunikationsberufe. Zum zweiten dem Dreiklang von Presse-, Werbe- und PR-Rat, die von mehreren Verbänden getragen werden. Drittens schaffe die "konsequente öffentliche Transparenz ihrer Verfahren", das erforderliche Vertrauen bei der Weiterentwicklung moralischer Regelwerke.

Die Vertreter aus Europa wollen jetzt prüfen, inwieweit sich dieses System in ihren Ländern verwirklichen lassen. Bis zum Jahresende erhofft sich die Expertengruppe erste Ergebnisse und weitere Gespräche. si

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