Euromaster will mithilfe von Weigert Pirouz Wolf Vollgas geben

Donnerstag, 28. März 2013
Euromaster investiert erstmals groß in Werbung
Euromaster investiert erstmals groß in Werbung

Gefahr für Pitstop, ATU und Co: Konkurrent Euromaster startet in diesen Tagen seine erste große Markenkampagne. Unterstützt wird die Michelin-Tochter dabei von der Hamburger Agentur Weigert Pirouz Wolf (WPW), die sich den Etat Ende 2012 in einem Pitch gegen Wettbewerber wie Dieckert Schmidt und Neues aus Hamburg sichern konnte.
Die Autoservice-Kette verfolgt mit ihrer Kampagne mehrere Ziele: Zum einen soll das Unternehmen, das bis dato vornehmlich als Reifenspezialist bekannt war, stärker als Fullservice-Dienstleister positioniert werden. Außerdem sieht Marketing-Direktor Fabian Seelenbrandt großes Wachstumspotenzial im Privatkundenbereich bis dato liegt der Anteil bei rund 50 Prozent, der Rest sind Geschäftskunden. Last but not least soll die Marke gestärkt und profiliert werden.

Seelenbrandt sieht sein Unternehmen ganz klar in der Angreiferposition. Das soll sich auch in der klaren Tonalität der Kampagne widerspiegeln. Als roten Faden in der Kommunikation hat WPW das Thema Ehrlichkeit definiert. Entsprechend lautet das Motto der Kampagne "Ehrlich fährt am längsten". Damit wollen Agentur und Kunde auf die jüngste Kritik an Werkstätten reagieren. So berichtete unter anderem der Stern vor wenigen Wochen über mangelnde Transparenz und unnötige Reparaturen, die vor allem dazu dienen, den Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. " Bei Euromaster arbeiten wir ehrlich", sagt Seelenbrandt. "Wie in einer Arztpraxis besprechen wir auch vor der kleinsten Reparatur mit dem Kunden, was genau gemacht werden muss und welche Kosten ihn erwarten."

Auch Plakate gehören zum Mediamix
Auch Plakate gehören zum Mediamix
Mit solchen Aussagen lehnt sich der Marketingchef weit aus dem Fenster. Schließlich betreibt Euromaster hierzulande 332 Filialen und es ist fraglich, ob er wirklich für alle die Hand ins Feuer legen kann. Immerhin seien die Center-Leiter auf die aktuelle Kampagne eingeschworen und sehen dem frischen Wind positiv entgegen. Geplant sind Funkspots, Plakate sowie diverse Print- und Onlinemaßnahmen. Auch die Homepage wurde überarbeitet. Das Mediabudget, für das MEC in Düsseldorf verantwortlich ist, liegt laut Seelenbrandt zwischen 5 und 10 Millionen Euro. Der Löwenanteil fließt in die bundesweite Radiokampagne. Es wird aber auch Plakate an den Autobahnraststätten von Tank & Rast sowie Print-Beilagen geben. Außerdem plant das Unternehmen Großflächenplakate in Mannheim und Dresden, den Städten mit der höchsten Filialdichte.

Seelenbrandt möchte nicht ausschließen, dass Euromaster in Zukunft auch mit TV-Werbung Flagge zeigen wird. Aber das wäre für dieses Jahr verfrüht. Die Dimension der aktuellen Kampagne sei schon ein Riesenschritt für das Unternehmen, das sich in der Vergangenheit vor allem auf reine Angebotswerbung konzentriert hat und damit auch nicht sonderlich sichtbar war. bu
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