Erstes offizielles Statement der OMG zur Ruzicka-Affäre

Montag, 30. Oktober 2006

Die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) äußert sich erstmalig zu den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen den ehemaligen CEO der Wiesbadener Aegis Media-Gruppe Aleksander Ruzicka. In einer offiziellen Stellungsnahme wehrt sich OMG-Sprecher Hans Kratz entschieden gegen die Gleichschaltung von "etwaigem persönlichem Fehlverhalten Einzelner mit einem Systemfehler in den Beziehungen zwischen Kunden, Mediaagenturen und Medien". Ebenso verwahrt sich der Verbandssprecher gegen "die Nennung der Agentur Aegis Media im gleichen Atemzug mit betrügerischen Machenschaften". Die Wiesbadener Aegis-Gruppe ist nach wie vor Mitglied des Mediaverbands, obwohl sie im Frühsommer noch unter der Führung von Ruzicka mit Austritt drohte.

Im Hinblick auf die Vorwürfe, die die Wiesbadener Staatsanwaltschaft nun gegen Ruzicka wegen schwerer Untreue in mehreren Fällen erhebt, weist Kratz darauf hin, dass sich kein Unternehmen zu 100 Prozent vor einem eventuellen Fehlverhalten seiner Mitarbeiter schützen könne.

"Im eigenen Interesse und im Interesse ihrer Kunden haben aber alle Mediaagenturen Kontrollmechanismen aufgebaut, die im Zuge des Sarbanes-Oxley-Act noch einmal auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden", so Kratz und fügt hinzu: "Diese Maßnahmen verdienen das volle Vertrauen der Kunden". Abschließend verweist er nochmals auf die Empfehlungen des Code of Conducts, der die Basis für die Verträge zwischen den Mediaagenturen und ihren Kunden bilde. An diese juristische Grundlage seien alle Mitarbeiter einer Mediaagentur in ihrem Handeln gebunden. ejej

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