Erlöse der Agenturholding WPP gehen um 2 Prozent zurück

Dienstag, 25. Juni 2002

WPP, die weltweit größte Agenturholding, verbuchte in den ersten fünf Monaten des Jahres 2 Prozent weniger Erlös als noch im Vorjahr: Das gab CEO Martin Sorrell gestern auf der Jahreshauptversammlung des börsennotierten Unternehmens bekannt. Besonders hart waren die Bereich Public Relations und Public Affairs betroffen, in denen die Erlöse um 11 Prozent zurückgingen.

Die schlechten Nachrichten wirkten sich auf den Aktienkurs aus, der bis zu 8 Prozent in den Keller ging. Auch das vorausgesagte Wachstum von 15 Prozent musste WPP trotz massiver Einsparungen revidieren. Gerechnet wird jetzt mit einem Zuwachs von maximal 5 Prozent.

Von einer Erholung der Werbekonjunktur in diesem Jahr geht Sorrell nicht mehr aus, wie er bereits im Interview mit Horizont erläuterte (Ausgabe 25/2002). Er glaubt zwar, dass das Jahr 2002 besser wird als 2001, aber mit einer signifikanten Verbesserung rechnet er erst im Jahr 2004, wenn die nächsten olympischen Spiele und die Präsidentschaftswahlen in den USA anstehen.

Zu WPP gehören unter anderem die Networks J. Walter Thompson, Ogilvy & Mather, Young & Rubicam und Red Cell. 2001 erwirtschaftete die Holding ein Gross Income von rund 8,6 Milliarden Euro.
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