Ergo-Pitch: Aimaq von Lobenstein muss um Großkunden fürchten

Montag, 08. Juli 2013
Ergo sucht eine neue Werbeagentur
Ergo sucht eine neue Werbeagentur

Die 2010 gestartete Werbekampagne von Ergo war eine der größten und umstrittensten der letzten Jahre. Jetzt muss die Berliner Agentur Aimaq von Lobenstein, die den Auftritt seinerzeit entwickelte, um ihren Großkunden bangen. Das Düsseldorfer Unternehmen sucht eine neue Kreativagentur.
Der Pitch um den Kreativetat von Ergo, der laut Unternehmensangaben turnusgemäß stattfindet, ist bereits angelaufen. Bei dem mehrstufigen Auswahlprozess wird der Düsseldorfer Versicherungsriese von der Hamburger Agenturmanagement-Beratung Cherrypicker unterstützt. Wie Ergo mitteilt, wurden die in Frage kommenden Agenturen bereits eingeladen. Wieviele Dienstleister sich Hoffnung machen dürfen, wollte eine Sprecherin des Unternehmens nicht preisgeben.

Fest steht nur, dass auch Aimaq von Lobenstein antritt und somit die Chance erhält, den Etat zu verteidigen. Die Agentur hat für Ergo aus Sicht von Marketingleiterin Andrea Hoelken "herausragende und erfolgreiche Kampagnen entwickelt". Diese hätten nicht nur eine starke Bekanntheit der Marken Ergo und Ergo Direkt aufgebaut, sondern auch branchenübergreifend für Aufmerksamkeit gesorgt. "Wir sind sehr gespannt, wie die Agenturen auf diesem hohen Niveau mit ihren Vorschlägen anknüpfen wollen. Unsere Erwartungen sind hoch", so Hoelken weiter.

Die erste Aufgabe des künftigen Ergo-Dienstleisters steht bereits fest. Die Lead-Agentur soll eine neue Werbestrategie für die beiden Marken Ergo und Ergo Direkt entwickeln und daraus entsprechende Kampagnen ableiten. Die Ergebnisse sollen im Jahr 2014 sichtbar werden.

Im Jahr 2013 agiert Ergo in der Kommunikation bislang eher defensiv. Laut einer Nielsen-Auswertung, die HORIZONT.NET vorliegt, hat die Marke Ergo in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres knapp 8,4 Millionen Euro brutto in Werbung investiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang von 23,1 Prozent. Auch bei Ergo Direkt steht unter dem Strich ein dickes Minus. Bis Ende Mai 2013 hat die Marke lediglich 13,1 Millionen Euro für TV-Spots, Online-Banner und Co ausgegeben. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Rückgang von knapp 33 Prozent. mas
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