Entschuldigung: Saturn zieht Jamaika-Spot von Scholz & Friends zurück

Montag, 04. März 2013
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Der Anfang Februar im Internet gestartete TV-Spot des Elektronikhändlers Saturn, in dem eine jamaikanische Flagge Feuer fängt, hat ein Nachspiel. Nachdem es offenbar Proteste offizieller Stellen gegeben hat, zieht die Metro-Tochter das Commercial zurück. Das Unternehmen hat sich bei der jamaikanischen Regierung entschuldigt und versichert, den Spot nicht mehr auszustrahlen. Der Film ist bereits von der Saturn-Website verschwunden, auch auf der Seite der verantwortlichen Agentur Scholz & Friends ist er nicht mehr zu sehen. In die Gespräche mit Saturn waren internationalen Presseberichten zufolge höchste diplomatische Stellen eingebunden. So hat es wohl ein klärendes Gespräch zwischem dem jamaikanischen Außenminister Arnold Joseph Nicholson und dem deutschen Botschafter in dem Karibikstaat Josef Beck gegeben.

Saturn bestätigt auf Anfrage, dass man den Spot zurückgezogen hat. "Trotz vieler positiver Rückmeldungen, die wir zu dem Spot erhalten haben, mussten wir feststellen, dass der humoristische Ansatz, den wir gewählt haben, in Jamaika teilweise zu Missverständnissen geführt hat. Aus Rücksicht auf die Gefühle der jamaikanischen Bevölkerung haben wir den Spot daher von unseren Online-Kanälen sowie unserer Website zurückgenommen", teilt eine Sprecherin des Unternehmens mit. Zu einer Ausstrahlung in TV oder Kino war es noch nicht gekommen.

Mit dem Werbefilm habe man auf humorvolle und überzeichnete Weise dargestellt, wie entscheidend neue Technik sein kann, so die Saturn-Sprecherin weiter. Gerade um die Absurdität der Handlung zu unterstreichen, habe man ganz bewusst die Flagge einer so beliebten Nation wie Jamaika gezeigt. "Wir wollen durch die Rücknahme des Spots den Respekt, den wir für das Land Jamaika und seine Bevölkerung empfinden, zum Ausdruck bringen." Die Agentur Scholz & Friends wollte sich auf Anfrage nicht weiter zum Thema äußern und verweist auf das Statement des Kunden. mam   
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