Edit 99: Kino steht vor digitalem Wandel

Donnerstag, 18. November 1999

Im Mittelpunkt des Fachkongresses für Film- und Postproduktion Edit, der Anfang der Woche in Frankfurt stattfand, stand das Thema Film- und Bildbearbeitung. Kritisch beleuchtet wurde vor allem die Bedeutung der digitalen Produktion. Highlight des Edit-Kongresses war der Vortrag von Kultregisseur Wim Wenders und Technikexperte Thomas Tannenberger der volldigitalen Produktion. Sie prognostizieren, dass die digitale Produktion und Projektion schon bald die bisherige Technik ersetzen und ganz neue Möglichkeiten im Bereich Kino eröffnen werden. Kritiker bemängelten jedoch bei der Podiumsdiskussion "Kino im dritten Jahrtausend", dass digitale Kameras bislang noch nicht die Bildqualität einer 35-Millimeter-Kamera erreichen. Welche Bedeutung das Thema deshalb in Zukunft für die Produktion von Commercials haben wird, darüber scheiden sich denn auch die Geister. Die Themenpalette der 65 Workshops und Seminare, die von 150 Experten geleitet wurden, reichte von Computeranimation bis hin zu Merchandisingrechten. Mit insgesamt 1200 Besuchern zog der Kongress in diesem Jahr 60 Prozent mehr Teilnehmer in die Mainmetropole als vergangenes Jahr. Obwohl damit die angepeilte Verdopplung der Besucherzahlen nicht erreicht wurde, sind die Veranstalter zufrieden mit dem Ergebnis. Der kostenlose Einführungskurs "Edit light", den 350 Werbeleute jenseits der FFF-Abteilung besuchten, übertraf sogar die Erwartungen der Veranstalter, die mit 150 Teilnehmern gerechnet hatten. Die Edit wird veranstaltet von der Stadt Frankfurt, dem Umlandverband, der Landesregierung Hessen und der Landesanstalt für privaten Rundfunk Hessen.
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