Durch GM-Insolvenz muss Interpublic gut 20 Millionen Dollar abschreiben

Montag, 08. Juni 2009

Die Insolvenz des Automobilriesen General Motors zieht Kreise in die Kommunikationswirtschaft. Die US-amerikanische Interpublic Group muss im Zuge des Insolvenzverfahrens nach Chapter 11 voraussichtlich mehr als 20 Millionen Dollar in den Wind schreiben. Nach einem Bericht der englischen Fachpresse kann der Verlust auch noch deutlich höher ausfallen. Das gilt etwa für den Fall, dass die Interpublic-Agenturen McCann Erickson und Lowe Worldwide nicht nur auf die Begleichung ausstehender Rechnungen verzichten müssen, sondern auch den Gegenwert für bereits geleistete Arbeit, die noch nicht in Rechnung gestellt worden ist. Die Insolvenz von GM dürfte sich auch auf bei den weltweiten Werbeaufwendungen niederschlagen. Im vergangenen Jahr war der Konzern nach Procter & Gamble noch der zweitgrößte Media-Auftraggeber. Erst vor einer Woche warb GM mit einer Imagekampagne um Vertrauen bei den Verbrauchern in den USA. Dafür hat die Agentur Deutsch in Los Angeles einen Spot entwickelt und McCann Erickson Radiospots und Printanzeigen.

Die Hiobsbotschaften von GM treffen auf ein ohnehin rückläufiges Geschäft bei Interpublic. Im ersten Quartal 2009 sind die Umsätze um 10,8 Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar zurückgegangen. Dennoch verliert Interpublic bei GM weniger Geld als die Wettbewerber bei ihrem Kunden Chrysler. Für Omnicom sollen mehr als 58 Millionen Dollar und für Publicis gut 78 Millionen Dollar auf der Strecke bleiben. si
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