Draft FCB: Beiersdorf-Etat wandert nach Hamburg

Mittwoch, 07. September 2011
Die Neuzugänge: Darmstaedter und Etemadieh (vorne, v.l.) mit Kirschner, Eylers und Doye (v.l.)
Die Neuzugänge: Darmstaedter und Etemadieh (vorne, v.l.) mit Kirschner, Eylers und Doye (v.l.)


Jetzt darf also doch das Hamburger Team von Draft FCB ran: Künftig wird die Agentur den internationalen Etat der Traditionsmarke Nivea aus dem Hause Beiersdorf von der Hansestadt aus betreuen. Im Zuge dessen verstärkt sich der Standort um President Penelope Winterhager mit gleich sechs neuen Mitarbeitern. Neu im Team ist zum einen Erika Darmstaedter, die als Global Account Director das Beiersdorf-Team anführen wird. Darmstaedter übernimmt die Kundenverantwortung von Kate Howe, die als President von Draft FCB in London diese Aufgabe bislang übernommen hatte - "kommissarisch" wie es jetzt heißt. In den kommenden Monaten werde sie dem Hamburger Team noch beratend zur Seite stehen, so die Agentur. Darmstaedter arbeitete zuvor bei TBWA Worldwide. Dort betreute sie als Global Brand Director den Kunden Mars. Davor war sie 14 Jahre bei Saatchi & Saatchi in den Bereichen Entwicklung und Strategische Planung tätig, bis sie CEO wurde.

Die weiteren Neuzugänge sind Vincent Doye als stellvertretender Business Lead für die Produktlinie Nivea Visage (zuvor selbständig), Matthias Eylers als Planning Director für Nivea for Men und Nivea Deo (zuvor Select NY, Hamburg) und Martina Etemadieh als Global Business Lead für die Sparten Nivea Body & Sun (zuvor ebenfalls Select NY). Außerdem kommen Guido Kirschner (zuvor Jung von Matt), der nun als Client Service Director zusammen mit Dirk Haeusermann den deutschen Beiersdorf-Account betreuen wird, sowie Linda Hodgson als Planning Director für Eucerin und Hansaplast. 

Als Begründung für die Bündelung des Etats in Hamburg verkündet die Agentur die bislang fehlende Manpower am deutschen Standort. Möglicherweise hängt der Schritt aber auch mit dem Abgang von Markus Pinger bei Beiersdorf zusammen. Der damalige Vorstand vergab den Lead Anfang des Jahres an das Londoner Büro und begründete diese Entscheidung gegenüber HORIZONT mit den Worten: "Die entscheidende Frage war für mich nicht Hamburg oder London, sondern die nach den richtigen Köpfen." (HORIZONT 08/2011). Vor Draft FCB betreute TBWA den Etat des Konsumgüterkonzerns mit Sitz in Hamburg. jm
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