Dödel-Gebühr: DDB Neuseeland macht kleinen Unterschied zum großen Thema

Mittwoch, 05. Dezember 2012
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DDB, Neuseeland, Auckland, Penis, Benachteiligung, Unterschied


Wieviel ist ein Penis eigentlich wert? Diese Frage stellt der neuseeländische Christliche Verein Junger Frauen in seiner neu angelaufenen TV-Kampagne, die die finanzielle Benachteiligung von Frauen bei Gehältern anprangert. Der von DDB Auckland Neuseeland kreierte Auftritt, dreht den Spieß um und zeigt einen Alltag, in dem Männer 10 Prozent mehr bezahlen müssen, weil sie über einen Penis verfügen. Der Spot treibt die große Ungerechtigkeit des kleinen Unterschieds konsequent auf die Spitze. Zu sehen ist ein Autofahrer, der im Parkhaus plötzlich elf statt der eigentlich veranschlagten zehn Dollar bezahlen muss. Befragt nach dem Grund, antwortet der Mitarbeiter nur lapidar: "Weil sie einen Penis haben".

Die fassungslose Reaktion des betroffenen Fahrers kontert der Spot mit einem Auflösungstext, der auf die vergleichbare Ungerechtigkeit einer schlechteren auschließlich durch das Geschlecht begründete Bezahlung verweist.

Mit dem Auftritt will der YWCA Aufmerksamkeit für seine laufende Initiative "Demand Equal Pay" schaffen. Die Initiative tritt für eine Gesetzesänderung ein, die die im Schnitt um 10 Prozent niedrigeren Gehälter von Frauen auf das Niveau ihrer männlichen Kollegen anheben würde. Der Start der TV-Kampagne ist mit Bedacht auf das Jahresende gelegt, da weibliche Mitarbeiter - gemessen am Gehalt von Männern in gleichem Beschäftigungsverhältnis - quasi kostenlos arbeiten. cam
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