Direct Lions: Kein Gold für Deutschland / JvM und Serviceplan holen je zwei Silber-Löwen

Dienstag, 21. Juni 2011
Lukas Lindemann Rosinski räumt mit Arbeit für den Kunden Mercedes-Benz Sprinter ab
Lukas Lindemann Rosinski räumt mit Arbeit für den Kunden Mercedes-Benz Sprinter ab

Gute und schlechte Nachrichten von den Direct Lions: Deutschland hält das Niveau vom Vorjahr und holt sieben Cannes Löwen - allerdings keinen davon in Gold. Je zwei der begehrten Trophäen gehen an Jung von Matt und Serviceplan. Damit können die hiesigen Agenturen 26 Prozent der Shortlistplatzierungen in Löwen umwandeln. Erfolgsgarant für JvM war erneut das nicht-druckbare Pdf-Format für den Naturschutzbund WWF. Doch statt Gold wie in der Wettbewerbssparte Promo & Activation war der strengen Direct-Jury die "Save as WWF"-Arbeit "nur" Silber und Bronze Wert. Serviceplan beziehungsweise deren Tochter Plan.Net konnte mit dem Online-Bannerspiel "Builders of Infinity" für den Kunden Lego Silber einstreichen. Bronze gab es für die "Repay for Good"-App im Auftrag des Kinderhilfswerks Unicef. Das dritte deutsche Silber geht an Lukas Lindemann Rosinski. Die Hamburger Agentur überzeugte die 25-köpfige Jury mit der Mailing-Aktion "Sprinter Applies for a job" für den Kunden Mercedes-Benz Sprinter. Auf der Gewinnerliste der Direct Lions hat auch Kemper Trautmann zwei Plätze gefunden: Mit je einem Bronzelöwen ausgezeichnet wurde die Arbeit "Edding Digital Highlighter" sowie die crossmediale Kampagne "Deutschland findet euch" für die Initiative Vermisste Kinder, die bereits mit fünf ADC-Nägeln und Clio-Gold dekoriert ist.

Arbeit erledigt: Direct-Jurychef Alex Schill (l.) und Juror Myles Lord
Arbeit erledigt: Direct-Jurychef Alex Schill (l.) und Juror Myles Lord
Insgesamt zeichnete die Jury 57 Arbeiten aus (einen Grand Prix, zehnmal Gold, 15-mal Silber, 31-mal Bronze) - und war damit eindeutig strenger als im Vorjahr (75 Löwen). Das war auch das erklärte Ziel von Jury-Chef Alex Schill. Der Kreativchef der Serviceplan-Gruppe zeigte sich zufrieden mit dem Gesamtergebnis: "Ich habe die Regel ausgegeben, nicht zu großzügig zu sein. Es ist wichtig, streng zu bewerten, damit der Wert eines Löwen auch geschätzt wird." Ansonsten hätte es wohl für die ein oder andere deutsche Arbeit durchaus zur Goldtrophäe gereicht. Insbesondere bei der Lego-Kampagne habe man länger über deren Goldwürdigkeit diskutiert, verrät Myles Lord, Creative Director der Berliner Agentur Heimat. Doch letztendlich habe wohl ihre enorme Komplexität den Ausschlag gegeben, dass es nicht für das Edelmetall reichte.

Das Länderranking führt die USA an: Deren ebenfalls sieben Löwen verteilen sich auf viermal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. Hinter den USA und Deutschland rangieren Schweden, Brasilien und Belgien mit jeweils sechs Trophäen.

McCann Erickson holt den Grand Prix nach Rumänien
McCann Erickson holt den Grand Prix nach Rumänien
Der Grand Prix geht in diesem Jahr auf das Konto von BV McCann Erickson in Rumänien. Die Agentur überzeugte mit ihrer Kampagne "American Rom" für den Süßwarenhersteller Kandia Dulce. Die Arbeit habe durch ihre perfekte Ansprache des Konsumenten gepunktet. Kein Wunder also, dass die Arbeit auch den Juroren in der Kategorie Promo & Activation einen Best-of-Show-Award Wert war. Zur "Direct Agency of the Year" wurde Ogilvy Argentinien in Buenos Aires gekürt. jm

Alle deutschen Direct Gewinner finden Sie auf den folgenden Seiten

Silber: Lukas Lindemann Rosinski / Mercedes-Benz Sprinter: Sprinter Applies For A Job

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Silber: Jung von Matt / WWF: Save As WWF

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Silber: Plan.Net / Lego: Builders Of Infinity

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Bronze: Kemper Trautmann / Edding International: Edding Digital Highlighter

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Bronze: Jung von Matt / WWF: Save As WWF

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Bronze: Serviceplan / Unicef: Repay for Good

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Bronze: Kemper Trautmann / Initiative Vermisste Kinder: Germany's Biggest Search For Missing Children

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