Die Marke GWA verschwindet

Mittwoch, 08. Mai 2002

Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen wird sich offenbar von seinem Zusatzkürzel GWA verabschieden. Damit kommt der Verband einer Forderung der Gesellschaft Public-Relations-Agenturen (GPRA) nach. Die GPRA hatte damit gedroht, die für Oktober geplante Fusion der beiden Verbände platzen zu lassen, sollte der GWA an seinem bisherigen Namenszusatz festhalten. "Wir werden uns einigen - und zwar ohne dass wir von unserer Beschlussgrundlage abweichen müssen", erklärte GPRA-Präsident Rupert Ahrens bei der Mitgliederversammlung seines Verbands vorige Woche in Berlin.

Die Beschlussgrundlage der GPRA sieht unter anderem vor, beim Namen des gemeinsamen Verbands auf das Zusatzkürzel GWA zu verzichten. GWA-Chef Lothar S. Leonhard will den Abschied vom Namen GWA nicht bestätigen. Er räumt aber ein, dass der Vorstand derzeit dabei sei, "Brücken zu bauen". Mit welchem Kürzel der Verband künftig operiert, kommentiert Leonhard nicht. Jedoch sieht alles danach aus, als solle der erst Anfang 2002 eingeführte Namen "Gesamtverband Kommunikationsagenturen" auch im Label zum Ausdruck kommen.

Im Klartext: Aus dem Anhängsel GWA wird das Kürzel GKA. Nicht alle GWA-Mitglieder sind mit der geplanten Lösung zufrieden. Vor allem die mittelständischen Agenturen wollen nicht auf den etablierten Namenszusatz. Die Mitgliederversammlungen von GWA und GPRA stimmen im Oktober über die Fusion ab.
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