Die Krise in der Kommunikations-Branche erfasst auch die Direktmarketer

Dienstag, 20. August 2002

Das erste Halbjahr 2002 verlief für die Direktmarketingbranche schlechter als erwartet. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, für die das Marktforschungsinstituts TNS Emnid die Mitgliedsunternehmen des Deutschen Direktmarktingverbands (DDV) befragt hat. Bei einem Drittel der 251 Befragten gingen die Umsätze zurück. Ein weiteres Drittel gab an, die Umsatzentwicklung ihres Unternehmen sei gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum konstant geblieben.

Lediglich rund 30 Prozent melden einen Umsatzanstieg. "Die Werbebudgets der Unternehmen sind zum Teil in beachtlichem Umfang eingedampft worden. Trotz der Etatumschichtungen zu Gunsten des Kundendialogs, bleibt auch das Dialogmarketing von den immensen Einsparungen nicht verschont", begründet DDV-Geschäftsführer Holger Albers die Situation der Direktmarketer.

Entsprechend gedämpft verläuft auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen. Nur ein Fünftel der DDV-Firmen hat im ersten Halbjahr aufgestockt. Rund 20 Prozent bauten Mitarbeiter ab. Besser fallen die Prognosen für das zweite Halbjahr aus. 42 Prozent der Befragten erwarten steigende Umsätze. Nur 19 Prozent rechnen mit rückläufigen Umsätzen. Von der Entwicklung betroffen ist auch das Branchen-Event DIMA. Rund 400 Aussteller werden in diesem Jahr erwartet. Das sind rund 15 Prozent weniger als 2001.
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