Die Crew erhält Zuschlag für den Etat des Bahnprojekts Stuttgart 21 / Aufsichtsrat Rezzo Schlauch tritt zurück

Donnerstag, 01. April 2010
Agenturchef Gerhard Mutter und sein Team setzten sich in einem EU-weiten Pitch durch
Agenturchef Gerhard Mutter und sein Team setzten sich in einem EU-weiten Pitch durch

In einem EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb konnte sich die Stuttgarter Agentur Die Crew gegen 15 Wettbewerber durchsetzen und gewinnt den Etat für das Bahnprojekt Stuttgart - Ulm, auch Stuttgart 21 genannt.  Das Team um Agenturchef Gerhard Mutter wird eine langfristige PR- und Marketingstrategie erarbeiten, um die Bürger über das Projekt zu informieren und die Vorteile der neuen Bahnverbindung bekannt zu machen. Der offiziellen Ausschreibung, an der sich 15 Agenturen beteiligt hatten, folgte ein Pitch, bei dem die drei punktbesten Agenturen ihre Konzepte und eine zusätzlich gestellte Aufgabe präsentieren durften. "Mit der Crew haben wir jetzt eine professionelle Agentur an unserer Seite, die gezeigt hat, dass sie das Projekt in seiner Komplexität und vor allem seiner politischen Dimension voll erfasst hat", sagt der Projektsprecher und Landtagsabgeordnete Wolfgang Drexler.

Die politische Dimension von Stuttgart 21 hat aber auch Nachteile für die Agentur zur Folge: So hat das langjährige Aufsichtsratsmitglied von Die Crew Rezzo Schlauch nach Bekanntgabe des Etatgewinns seine Konsequenzen gezogen. Der Grünen-Politiker ist bekennender Gegner von Stuttgart 21 und trat deshalb mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurück. Sein Nachfolger im Aufsichtsrat der Werbeagentur ist der Stuttgarter Rechtsanwalt Tilmann A. Müller. Das Schlauch im Aufsichtsrat von Die Crew tätig war, sei dem Kommunikationsbüro des Bahnprojekts bekannt gewesen und habe keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, heißt es in einer offiziellen Erklärung der Agentur. bu
Meist gelesen
stats