Dialogagenturen denken über Austritt aus dem DDV nach

Freitag, 28. Mai 2004

Wirklich zur Ruhe kommt der Deutsche Direktmarketing Verband (DDV) nicht: Offenbar denken die rund 60 im DDV-Council Dialogmarketing-Agenturen organisierten Dienstleister über einen kollektiven Austritt aus dem Verband nach. Die Dialogagenturen fühlen sich laut Council-Vorsitzendem Rudolf Jahns, im DDV nicht optimal vertreten. Ihm zufolge sind die Dienstleister weder mit der Öffentlichkeitsarbeit noch mit dem Mitgliederservice des Verbands zufrieden. „Wir arbeiten am Frontend, dort wo die Kunden sind. Der DDV kümmert sich aber primär um das Backend“, sagt Jahns.

Nach Abschluss des Münchner Treffens sucht Jahns nun den Dialog mit dem Präsidium. In der kommenden Woche will er dem Führungsgremium des Verbands einen Katalog vorstellen, in dem die Agenturen ihre Ansprüche formuliert haben. Offenbar kommt für einige Council-Mitglieder auch ein Wechsel zum Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA in Frage. Organisationsvorlage für die Alternative könnte die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) sein.

Gespräche wurden mit dem GWA allerdings bislang nicht geführt. Deshalb sieht GWA-Geschäftsführer Henning von Vieregge auch „keinen Anlass, sich in die eine oder andere Richtung zu äußern“. Der GWA gehe nicht offensiv andere Verbände an, um dort Agenturen abzuwerben. Mit Stand zum 26. April 2004 zählte der DDV eigenen Angaben zufolge brutto 883 Mitglieder. Davon haben 57 Mitglieder zum Ende des Jahres gekündigt, so dass dem DDV netto 826 Mitglieder angehören. ems
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