Deutscher Rat für Public Relations urteilt über Erfolgsgarantie

Dienstag, 13. Oktober 1998

Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) wird Anfang Januar über die von der PR-Agentur Scheben, Scheurer & Partner angebotene "Medienresonanzgarantie" entscheiden. Damit wird erstmals ein Verfahren gegen ein Mitglied des PR-Rates eröffnet. Rechtlicher Hintergrund ist das in den nationalenund internationalen Berufscodices festgeschriebene Verbot für PR-Agenturen, ihren Kunden Erfolgsgarantien in Aussicht zu stellen. Strittig ist im vorliegenden Fall, ob die Garantie einer bestimmtenMedienresonanz darunterfällt oder nicht. Aber auch eine von DPRG-Präsident Stephan Becker-Sonnenschein verfaßte Formulierung wird den PR-Rat beim Hearing am 22. Januar beschäftigen: In einer Pressemitteilung hatte die DPRG "erfolgsorientierte Honorierung von Kommunikationsdienstleistungen" als "legitim und durchaus üblich" bezeichnet. Das widerspricht jedoch dem Artikel 11 des Code de Lisbonne, der aussagt, daß PR-Fachleute auf keinen Fall eine Bezahlung oder sonstige Gegenleistung akzeptieren dürfen, deren Höhe sich nach dem meßbaren Erfolg der erbrachten Dienstleistung richtet.
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