Design Lions: Grand Prix für Serviceplan

Donnerstag, 21. Juni 2012
Serviceplan holt mit dem solarbetriebenen Annual Report den Design Grand Prix
Serviceplan holt mit dem solarbetriebenen Annual Report den Design Grand Prix

Sieben Jahre lang gab es in Cannes keinen Grand Prix für Deutschland, 2012 sind es jetzt schon zwei. Nach dem Best of Show Award für Jung von Matt in der Kategorie Outdoor zieht Serviceplan nach und gewinnt mit dem solarbetriebenen Annual Report den Design Grand Prix.
Kolle Rebbe holt mit „The real Cookbook“ Gold
Kolle Rebbe holt mit „The real Cookbook“ Gold
Vor allem in der Disziplin Geschäftsberichte rage die Kreation heraus, erklärt Jurypräsident Bruce Duckworth von Turner Duckworth in Großbritannien. „Sie hat uns das Gefühl gegeben, wieder Kind zu sein“, so Duckworth über die Begeisterung der Jury. Die selbe Arbeit gewinnt eine zusätzliche Goldmedaille. Darüber hinaus heimst Serviceplan mit der „Efficient Dynamics Sculpture“ für BMW Silber ein und ist der beste deutsche Teilnehmer bei den Design Lions.

Heimat sahnt erneut mit der CNN-Kampagne ab
Heimat sahnt erneut mit der CNN-Kampagne ab
Weitere Goldmedaillen gehen an Kolle Rebbe für „The real Cookbook“ (Gerstenberg Verlag), Heimat für die CNN-Ecosphere, KMS Blackbox für die Audi-Roadshow „Qube3“, Scholz & Friends für „The Laundry Gallery“ für Siemens Elektrogeräte und an Art + Com (in Zusammenarbeit mit Coordination) für „Anamorphic Mirror“ im Auftrag der Deutschen Bank. Die Installation ist Teil des Brand Space des Konzerns, der seinen Machern zusätzlich einen silbernen Design Lion beschert. Das dritte Silber gibt es für Mutabor Design und den „BMW Vision Connecteddrive“. Bronze für Deutschland sichern sich Strichpunkt für „Good Design is a tough Job“, Scholz & Friends für ihre „Fruit Figures“ im Auftrag von Fresh’n’Friends sowie Jung von Matt für „No Wrapping just Paper“ und die Bäckerei Treiber.

Mit der „Efficient Dynamics Sculpture“ für BMW holt Serviceplan Silber
Mit der „Efficient Dynamics Sculpture“ für BMW holt Serviceplan Silber
Insgesamt gewinnen deutsche Agenturen also 13 Löwen (inklusive Grand Prix) – das ist zwar nur die Hälfte der Ausbeute von 2011, reicht aber im Ländervergleich trotzdem für den ersten Platz. Japan konnte sich zwar genauso viele Trophäen sichern, darunter aber einmal Gold weniger und keinen Grand Prix. Auf Platz 3 im Länderranking steht Großbritannien mit elf Preisen. Zusammen genommen hat die Design Jury dieses Jahr 76 Löwen vergeben, das sind zehn Arbeiten weniger als 2011 bei einem Einreichungsplus von 23 Prozent und entspricht einer Quote von nur 3,5 Prozent.

Einerseits sei am Anfang der Juryrunde viel „Trash“ dabei gewesen, erklärt Jurorin Katrin Oeding. Andererseits habe der Bewertungsprozess, in dem die Arbeiten aufgeteilt und zunächst nur kleinen Gruppen der Jury vorgelegt werden, dazu geführt, dass gute Arbeiten erst gar nicht auf der Shortlist landeten. Um die Masse der Einreichungen in Zukunft besser bewältigen zu können, schlagen Oeding und ihr Jury-Kollege Heinrich Paravicini vor, mit zwei Designjurys zu arbeiten. „Das würde auch die Bedeutung der Kategorie stärken“, so der Mutabor-CCO. In seinen Augen wäre das das richtige Zeichen, denn schon jetzt zeichne sich die Wettbewerbssparte durch eine riesige Bandbreite aus - sowohl, was die unterschiedlichen Gestaltungsdisziplinen angeht, als auch in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht. Besonders stark waren laut Paravincini die Subkategorien Poster, Exhibition Design und Digital, als großer Trend gilt für ihn und seine Mitjuroren das Thema Engagement. jf
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