Design Lions: Deutschland nicht mehr auf Platz 1 der Shortlist

Dienstag, 19. Juni 2012
Heiß begehrt: Der Design Lion in Gold
Heiß begehrt: Der Design Lion in Gold

Auf der Shortlist für die Design Lions sind deutsche Agenturen in diesem Jahr zurückgefallen. Nach 35 Nominierungen im Vorjahr kamen 2012 "nur" noch 22 Arbeiten eine Runde weiter. Auf Platz 1 der Shortlist liegt die USA - allerdings mit einem sehr knappen Vorsprung: US-amerikanische Agenturen konnten 23 Kreationen ins Finale schicken. Aus deutscher Sicht liegt Serviceplan mit fünf Auszeichnungen vorn. Punkten konnte Serviceplan auch in dieser Wettbewerbssparte mit dem bereits vielfach veredelten solarbetriebenen Geschäftbericht für Austria Solar - die Arbeit sicherte ihren Machern eine Nominierung in zwei unterschiedlichen Subkategorien. Darüber hinaus sorgten Arbeiten für Barmer GEK, Thomas Cook Touristik und BMW für erhobene Daumen der Juroren. Die zweitmeisten Shortlistplatzierungen erreicht Scholz & Friends mit den Solarkopfhörern für 3M, den Fruchtfiguren für Fresh'n'Friends und der "Laundry Gallery" im Auftrag von Siemens Elektrogeräte. Jeweils zwei Arbeiten konnten Kolle Rebbe ("The real Cook Book" für den Gerstenberg Verlag und "Table of Contents" für das gleichnamige Magazin) sowie Jung von Matt ("The invisible Drive" für Mercedes-Benz und "No Wrapping, Just Baking Paper" für Die Bäckerei Treiber) ins Finale bringen. Doppelplatzierungen gibt es zudem für Heimat und ihre "CNN Ecosphere", Leagas Delaney und die Marke Followfish (Arbeit "Against the Tide", Kunde: Fish & More) sowie Art + Com und die Deutsche Bank. Ausgezeichnet wurde sowohl der "Anamorphic Mirror" in der Konzernzentrale der Bank als auch deren Gesamtgestaltung.

Die Liste der Mehrfach Nominierten wird damit von Werbeagenturen dominiert - Designagenturen aus Deutschland haben aber auch noch Eisen im Feuer: Strichpunkt ist mit "Good Design is a tough Job" dabei, KMS Blackbox mit dem "Qube3" für Audi und Mutabor mit "BMW Vision Connected Drive. Darüber hinaus kann Lukas Lindemann Rosinski ("Seat Typograpie Clock" für Mercedes-Benz Vans) auf eine Trophäe hoffen. 

Insgesamt hat die Jury um Präsident Bruce Duckworth 169 Arbeiten eine Runde weiter gelassen, das sind knapp 16 Prozent mehr als im Vorjahr - allerdings bei 23 Prozent mehr Einreichungen. Die Quote liegt damit bei unter 8 Prozent, was davon zeugt, dass die Design-Juroren verhältnismäßig streng waren. Dass deutsche Agenturen in ihrer bisherigen Paradekategorie etwas nachgelassen haben, könnte unter anderem daran liegen, dass sie entgegen dem Trend fast 7 Prozent weniger eingereicht haben als 2011. Die Verleihung der Design Lions 2012 findet am Mittwochabend statt. jf
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