Debatte um den Kurs des GWA geht weiter

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Die Debatte um die künftige Ausrichtung des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA geht weiter. Stephan Heller, Chef der Münchner Agentur Heller & Partner, fordert vom Verband, sich weiter mit seinen zur Mitgliederversammlung Ende September gestellten Anträgen zu beschäftigen. Damals konnten sie aus formalen Gründen nicht zur Abstimmung gestellt werden. Jetzt verlangt Heller eine außerordentliche Mitgliederversammlung, um die Themen zu klären. Der frühere GWA-Vorstand will die politische Schlagkraft des Verbands erhöhen. Dazu hatte beantragt, dass der GWA seine Geschäftsstelle von Frankfurt nach Berlin verlegt und ein Ressort für politische Öffentlichkeitsarbeiet im Vorstand etabliert. Zudem hatte er angeregt, einen hauptamtlichen Chef an die Spitze der Agenturenlobby zu stellen.

Darüber hinaus fordert Heller eine Reform des Effie. "Der Effie muss endlich ein Preis werden, bei dem nicht nur wenige schöne Klassiker sich selbst feiern, sondern der für die Mehrheit der Mitglieder und ihre erfolgreiche Arbeit eine Plattform bietet", so der Agenturchef. In diesem Zusammenhang fordert Heller die Integration anderer Wettbewerbe wie des B-to-B-Awards "GWA Profi" unter das Dach des Effie.

Der neue GWA-Präsident Peter John Mahrenholz sieht keinen Grund zur Aufregung. Er weist darauf hin, dass sich der Vorstand - wie bei der Mitgliederversammlung zugesagt - mit den von Heller vorgeschlagenen Themen beschäftigen wird. Das weitere Vorgehen soll bei der ersten Sitzung des neuen Vorstands am 25. November erörtert werden.

Die erneute Diskussion war aufgekommen, nachdem die GWA-Geschäftsstelle Anfang der Woche in einer Mail an alle Verbandsmitglieder die fehlende Resonanz auf die Bitte um Input für das Arbeitsprogramm von Vorstand und Geschäftsführung bemängelt hatte. mam

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