Das Bundespresseamt schreibt seinen Kommunikationsetat neu aus

Donnerstag, 13. Februar 2003

Das Bundespresseamt (BPA) wird seinen Kommunikationsetat für die laufende Legislatur neu ausschreiben. Nach einer mehrmonatigen Präsentationsrunde habe sich die Behörde für keine Agentur entscheiden können, so ein Sprecher: "Die Ergebnisse der vorgestellten Arbeiten haben eben nicht überzeugt." Unter den sechs Bewerbern um den Auftrag war auch Odeon Zwo, die seit 1999 mit dem BPA zusammenarbeitet. Eigentlich galt es schon als so gut wie sicher, dass die Agentur, der eine besondere Nähe zu Bundeskanzler Schröder nachgesagt wird, das Budget erneut für weitere vier Jahre betreut.

Nun sollen aber die Karten neu gemischt und die Betreuung der sogenannten "streufähigen Maßnahmen" des BPA, das meint insbesondere Printkampagnen, erneut europaweit ausgeschrieben werden. In der vergangenen Legislaturperiode ließ sich die Behörde die bundesweite Streuung von Anzeigen rund 29 Millionen Euro kosten.

Odeon Zwo war ins Gerede gekommen, als der Bundesrechnungshof Ende des vergangenen Jahres bemängelte, dass einige Kampagnen ohne gesonderte Ausschreibung direkt an den Kommunikationsdienstleister vergeben worden seien (HORIZONT 51 - 52/2002). Odeon-Zwo-Chef Michael Kronacher hatte allerdings immer wieder betont, dass es nie vorgesehen gewesen sei, jede Maßnahme neu auszuschreiben. Vielmehr seien im Rahmenvertrag mit dem BPA diverse Aufträge subsummiert worden, die die Agentur innerhalb der Laufzeit erledigt habe.
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